Samstag, 01. Oktober 2011, 11:23 Uhr

Michael Jackson: Neue schwere Vorwürfe gegen Conrad Murray

Los Angeles. Conrad Murray soll ein medizinisches Gerät, mit dem er Michael Jacksons Blut überprüfte, falsch eingesetzt und einen Sanitäter, der bei dem Sänger die Erstversorgung durchführte, falsch informiert haben.

Der ehemalige Leibarzt des Sängers, der 2009 an einer Überdosis Propofol verstarb, musste sich gestern  erneut schwere Vorwürfe gefallen lassen. Er habe, so behauptet der Hersteller medizinischer Geräte, eine Gerät zur Messung von Puls und Sauerstoffgehalt des Blutes falsch eingesetzt.

Der Zeuge Bob Johnson von der Firma Nonin Medical erklärte vor Gericht, vor dem Murray der fahrlässigen Tötung seines Schützlings angeklagt ist, dass das Gerät nicht dauerhaft hätte benutzt werden dürfen, da es für diesen Einsatz nicht genutzt werden könne. Das Überwachungsgerät wurde nach dem Tod des Sängers neben seinem Bett gefunden.

Weiter wurde auch der Sanitäter Richard Senneff als Zeuge gehört, der als einer der ersten am Bett des Sängers eintraf und erste Hilfe leistete. Er beschuldigte Murray, ihm falsche Informationen darüber gegeben zu haben, wie dieser Jackson vor seinem Tod medikamentiert hatte.

Senneff erklärte dazu, der Arzt habe ihm gegenüber behauptet, den Star wegen keiner besonderen Erkrankung behandelt zu haben. Auch auf die Frage, welche Medikamente der Sänger zu sich genommen habe, soll Murray nur unzureichend geantwortet und Propofol nicht erwähnt haben. “Er sagte: ‘Nein, er nimmt nichts'”, erklärt der Zeuge. Weiter habe der Arzt gesagt: “Ich habe ihm nur ein bisschen Lorazepam gegeben, damit er besser schlafen konnte.”

Sollte Murray der fahrlässigen Tötung des King of Pop für schuldig befunden werden, drohen ihm bis zu vier Jahre Haft. (Bang)

Foto: wenn.com