Sonntag, 02. Oktober 2011, 11:36 Uhr

Antonio Banderas: "Ein Filmstar spielt auch im wahren Leben nur eine Rolle"

Los Angeles. Der spanische Hollywood-Export Antonio Banderas hält absolut nichts vom Jugendwahn. “Wir führen uns auf, als würden wir ewig leben. In Wahrheit ist ein Filmstar nichts als eine Lüge. Er spielt nicht nur im Film eine Rolle, sondern auch im Leben. Ein Stern muss die ganze Zeit strahlen. Das kann nicht gutgehen”, gestand der 51-Jährige im Interview mit dem Fernsehsender TELE 5.

Für Banderas kommt an erster Stelle die Familie. “Ich will mich von Versuchungen nicht ablenken lassen. Mein Licht ist zuhause bei meinen Kindern und meiner Frau.” Melanie Griffith und Antonio Banderas, die seit 15 Jahren verheiratet sind, haben sich am Set von ‘Two Much – Eine Blondine zuviel’ ineinander verliebt, der übrigens am 5. Oktober auf TELE 5 zu sehen ist.

“Unsere Beziehung bleibt frisch, weil sie sich verändern darf. Wir machen uns nicht vor, dass wir genauso verliebt sind wie am Anfang. Die Leidenschaft der ersten sechs Monate lässt sich nicht kopieren. Wir akzeptieren das und machen etwas Neues aus unserer Liebe. Wir kamen beide aus gescheiterten Beziehungen. Wir haben gelernt. Ich werde nicht weggehen”, sagte der einstige Latino-Lover.

An der Liebe zu Spanien hält Antonio Banderas, der ab 20. Oktober in “Die Haut, in der ich wohne” zu sehen ist, eisern fest. Er fügte hinzu: “Ich habe nicht mal eine Green Card. Ich arbeite mit befristeten Genehmigungen. Dabei hätte ich eine doppelte Staatsbürgerschaft bekommen können, weil ich vor 15 Jahren eine Amerikanerin geheiratet habe. Meine Tochter ist Amerikanerin. Aber ich bin sehr spanisch und sehr, sehr stolz auf mein Land.”

Als Banderas anfing, in Amerika zu arbeiten, habe er gemerkt, wie befreiend es sein kann, eine fremde Sprache zu sprechen: “Ich war mal bei einem Dinner in Los Angeles und plötzlich habe ich mitten am Tisch ‘Motherfucker’ gesagt. Alle waren schockiert, dabei wollte ich einfach nur ein neues Wort ausprobieren.”