Dienstag, 04. Oktober 2011, 20:15 Uhr

Michael Jackson: Conrad Murrays Freundin sagt aus

Los Angeles. Conrad Murrays Freundin Nicole Alvarez hat vor Gericht ausgesagt. Die Freundin des ehemaligen Leibarztes von Michael Jackson trat heute, 4. Oktober, in den Zeugenstand, um am sechsten Prozesstag ihre Aussage zu machen. Ihr Freund, Dr. Murray, wird der fahrlässigen Tötung Michael Jacksons angeklagt, da er dem Sänger eine Überdosis des Medikaments Propofol verabreicht haben soll.

Alvarez erklärte vor Gericht, dass Murray den King of Pop vor dessen Ableben bereits ein Jahr lang behandelt habe. Selbst sei sie dem Sänger mehrere Male vorgestellt worden, so auch nach der Geburt des gemeinsamen Sohnes, den sie mit Murray großzieht.

Laut Aussagen der Freundin soll der Arzt die gemeinsame Wohnung oft mitten in der Nacht verlassen haben und erst in den Morgenstunden des nächsten Tages wiedergekommen sein. Sie habe gewusst, so behauptet sie, dass ihr Freund sich während seiner Abwesenheit um den 50-Jährigen gekümmert habe.

Während die Anhörungen in der zweiten Woche weitergehen, heißt es auf der Seite der ‘ABC News’, dass angeblich keine Fingerabdrücke Jacksons an den Propofol-Ampullen gefunden wurden. Das habe die Seite von einem Insider, der in die Ermittlungen involviert war, erfahren. Murray hat bisher darauf gepocht, dass sich sein Schützling das Medikament ohne sein Zutun und Wissen selbst verabreicht und so seinen Tod herbeigeführt habe. Sollten an den Ampullen jedoch nicht die Fingerabdrücke des Sängers zu finden sein, so wäre diese Behauptung ins Straucheln gekommen.

Sollte der Leibarzt in dem auf fünf Wochen angesetzten Prozess für schuldig befunden werden, so drohen ihm bis zu vier Jahre Haft.

Foto: Wenn.com