Donnerstag, 06. Oktober 2011, 10:38 Uhr

Mark Medlock: Alles über das erste Album ohne Dieter Bohlen

München. Ein Videodreh zur neuen Single „The Other Side Of Broken“ in New Orleans, der neue Longplayer voller wunderschöner Coverversionen amerikanischer und englischer Soulperlen – für Mark Medlock (33) waren die Arbeiten an seinem sechsten Album ‘My World’ wie eine Heimkehr, eine Rückkehr zu seinen Wurzeln.

Es ist seine Welt, in die er nach über drei Millionen verkaufter Tonträger einlädt. Seine Welt, das sind Songs mit Soul-Feeling, beseelte Balladen – gesungen mit dem bekannten Medlockschen Timbre: „Ich habe viel Herz in das Album gesteckt, mich ganz besonders bemüht. Es flossen sogar Tränen, während ich im Studio vor dem Mikro stand“, erzählt Mark. „Ich habe Songs ausgewählt, die unter die Haut gehen, habe stimmlich alles gegeben. ‘My World’ ist Mark Medlok pur und ich bin wahnsinnig glücklich damit.“ Das Album kommt am 21. Oktober raus.

Zum ersten Mal hat Mark Medlock nicht mit Dieter Bohlen im Studio zusammen gearbeitet. Gekracht hat es zwischen dem DSDS-Sieger und seinem Entdecker nicht, wie Mark erklärt: „Ich habe mich nicht von meinem Dieter getrennt. Ich liebe seine und unsere gemeinsame Musik. Es ist überhaupt nicht ausgeschlossen, dass wir zukünftig wieder zusammen arbeiten. Manche Freunde liebt man, manche Freunde findet man.“

Die neuen Freunde des hessischen Muntermachers mit amerikanischen Wurzeln, die bei seinem sechsten Album die Produzenten-Regie übernahmen, sind Wolfgang Dahlheimer und Nik Hafemann: „Die haben mich wirklich gepeitscht, damit ich das Beste aus mir rausholte. Es ging im Studio um alles. Wolfgang und Nik verstanden, dass ich ein Vollblutsänger bin, der ein Soul-Coveralbum mit großer Wirkung aufnehmen wollte.“

Die Soul-Mission hat das Team Medlock/Dahlheimer/Hafermann unüberhörbar erfüllt. Dafür ging Mark zurück in seine Kindheit, erinnerte sich an Situationen, die ihn noch heute mit Freude und Hoffnung, den wichtigen Soul-Zutaten füllen. Al Jarreaus „Boogie Down“ hörte Mark als Kind häufig im Wohnzimmer seiner Eltern, während sein Vater malte und mitsang. Eric Claptons „Change The World“ ist für ihn das Königreich unter den Welthits, die er für „My World“ aufnahm.


Um sich diesen Songs würdig erweisen zu können, braucht man die richtige Überzeugung, den passenden Sound und man muss vor allem der Typ für diese Herausforderung sein. Mark Medlock ist genau der Typ dafür. Sein Ziel: Klassiker wie Gershwins „Summertime“ und Bill Withers’ „Lean On Me“ in die Charts zurück zu singen. Dafür hat er während der Aufnahmen auf seinen Bauch gehört, und mit Gott und seinem verstorbenen Vater gesprochen.

„Ich sagte ihnen vor meinen Gesangsaufnahmen: Wenn ihr mir schon meine Stimme als Waffe gegeben habt, dann lasst sie auch bestens funktionieren.“ Marks Stimme klang nie voller, direkter und souliger als auf „My World“.

„The Other Side Of Broken“, die erste Singleauskopplung, besitzt mit ihrer soulig-rockigen Geschmeidigkeit alle Zutaten für einen weiteren Hit. Und Mark Medlock ist bereit, seinen bisherigen sieben Top-5-Hits, von denen drei auf die Pole-Position gingen, weitere hinzuzufügen.

„Ich habe im Studio alles gegeben und fiebere darauf hin, ein großes Publikum zu rocken mit meinem neuen Album. Ich erfülle mir mit meinem Soul-Album einen lang gehegten Traum. Daran möchte ich alle Fans und solche, die es noch nicht sind, teilhaben lassen“, sagt Mark.

„Ich liebe Musik, ich liebe das Singen, ich liebe die Songs aus meiner Kindheit, die ich für die neue Platte eingesungen habe. Dass mein neues Album meine Fans genauso berührt wie mich, und ich es goldrichtig gemacht habe, bezweifle ich nicht. Es rührt mich selbst nach mehrmaligem Hören noch zu Freudentränen.“ Wie treffsicher der mehrfach mit Gold- und Platin-Dekorierte mit seinen selbstbewussten Statements bislang ins Schwarze traf, zeigt seine Erfolgsbilanz. Aber das war ach die e8ines dieter Bohlen. Mal sehen, wie es ohne funktioniert.

Fotos: Nikolaj Georgiew/SonyMusic, Video: MyVideo