Donnerstag, 06. Oktober 2011, 20:33 Uhr

Michael Jackson: Gerichtsmedizinerin sagt gegen Conrad Murray aus

Los Angeles. Im Prozess gegen Conrad Murray hat heute die Gerichtsmedizinerin ausgesagt. Im achten Verhandlungstag gegen den Arzt, der der fahrlässigen Tötung seines Schützlings Michael Jackson beschuldigt wird, wurde laut CNN der Polizist, der Murray nach Jacksons Tod befragt hatte, in den Zeugenstand gerufen.

Orlando Martinez soll im Jahr 2009 von Murray erfahren haben, dass dieser dem Sänger zwei Monate lang Propofol verabreichte hatte, damit dieser schlafen könne.

Zudem wurde die Gerichtsmedizinerin Elissa Fleak befragt, die angab, keine Fehler gemacht zu haben, als sie das Protokoll zum Tod des Stars erstellt habe. Murrays Verteidiger hatte sie zuvor im Kreuzverhör beschuldigt, zwei Jahre lang verschwiegen zu haben, dass sie eine kleine Flasche Propofol in einer kleinen Infusionstasche gefunden hatte. Weiter fragte die Verteidigung sie, ob sie die Aussage des Bodyguards Alvarez gehört habe; Dieser hatte ausgesagt, dass er das Propofol in einer Tasche gesehen habe, bevor er es nach Murrays Anweisung in einen Beutel packen sollte.

Gestern wurden am siebten Verhandlungstag unter anderem Tonbandaufnahmen abgespielt, auf denen der Sänger mit brüchiger Stimme und lallend erklärte, er würde Kinder lieben. “Ich liebe sie, weil ich keine eigenen Kindheit hatte”, stammelt er nur sechs Wochen vor seinem Tod. Auch plante er, so belegen Tonbandaufnahmen, das “größte Kinderkrankenhaus der Welt zu bauen.”

Dr. Conrad Murray wird sich noch etwa dreieinhalb Wochen vor Gericht verantworten müssen. Sollte er der fahrlässigen Tötung für schuldig befunden werden, so drohen ihm vier Jahre Haft. (Bang)

Foto: wenn.com