Montag, 10. Oktober 2011, 12:15 Uhr

Ex-Gitarrist von "Weezer" im Alter von 40 Jahren tot aufgefunden

Chicago. Mikey Welsh, ehemaliger Bassist der USA-Band Weezer, ist am Samstag in einem Hotelzimmer in Chicago tot aufgefunden worden. Offenbar starb der 40-Jährige an einer Medikamentenüberdosis. Der Vater von zwei Söhnen war eigentlich in der Stadt, um seine ehemalige Band zu besuchen, die am Sonntag Headliner des Riot Festivals war.

Eine offizielle Mitteilung zur Todesursache steht noch aus und schon wird wild spekuliert, ob sich der Gitarrist womöglich das Leben genommen hat.

Am 26. September hatte Welsh nämlich auf dem Kurznachrichtendienst Twitter eine äußerst bizarre Nachricht gepostet: “Träumte, ich sterbe nächstes Wochenende in Chicago. (Herzinfarkt im Schlaf.) Ich muss heute mein Testament schreiben”.

Neben seiner Prognose präsentiert Welsh auf seinem Facebook-Profil ein paar Kunstwerke und vermerkt, dass deren Wert mit seinem Tod steigen würde. Eines der Werke, das für umgerechnet etwa 185 Euro ausgeschrieben war, kommentiert der Künstler so: “Wenn ich beim Verkauf noch am Leben bin; Preis wird exponentiell steigen, sollte ich vorher abtreten.”

Welsh hatte mit Weezer das “Green Album” aufgenommen, die Band aber nach drei Jahren wegen eines Nervenzusammenbruchs in der Folge seines Drogenkonsums verlassen. Danach unternahm er einen Selbstmoderversuch und wurde 2001 in eine psychiatrische Klinik eingewiesen, widmete sich nach seiner Entlassung mit großem Erfolg der Malerei.

Erst im letzten Jahr spielte er mit Weezer bei einem Konzert in New York wieder zusammen.

Die Ex-Bandkollegen widmeten ihren Auftritt beim Riot-Festival schließlich ihrem ehemaligen Kollegen. Bassist Scott Shriner postete auf Twitter: “Wirklich schrecklich mit Mikey. Meine Gedanken gehen an seine Familie und seine Freunden. So ein Talent. Mit seiner Kunst hat er in der Welt einen besonderen Eindruck hinterlassen.”

Mikey Welsh hinterläßt neben seinen Kindern auch seine Frau. Die Familie lebt in Vermont.

Foto: Facebook, Promo