Montag, 10. Oktober 2011, 11:29 Uhr

"Simpsons": Gagengezerre der raffgierigen Sprecher ist beendet

Los Angeles. Die legendäre Zeichentrickserie ‘Die Simpsons’ ist gerettet. Nach dem die Produzenten von den bisherigen horrenden Honorarsummen der Synchronsprecher eine Kürzung um 45 Prozent gefordert hatten, habe man sich unterdessen auf 30 Prozent geeinigt. Somit wird die Serie nach der gerade in den USA angelaufenen 23. Staffel doch nicht eingestellt.

Eigentlich wollten die Sprecher auch am Endprofit der Serie beteiligt werden, doch 20th Century Fox Television lehnte kategorisch ab.

Hauptsprecher Dan Castellaneta (Homer), Julie Kavner (Marge), Nancy Cartwright (Bart), Yeardley Smith (Lisa), Hank Azaria (Moe der Barbesitzer, Polizeichef Wiggum und Apu) und Harry Shearer (Mr. Burns und Ned Flanders) hatten bisher um die 400.000 Dollar pro Folge verdient und mußten dafür lediglich lächerliche sieben Stunden pro Folge und 22 Wochen im Jahr im Studio stehen. Das macht acht Millionen Dollar im Jahr.

Bereits 1998 verlangten die Sprecher eine Gagenerhöhung von 30.000 auf 125.000 Dollar pro Person und Folge!

Al Jean, der ausführende Produzent der Serie, sagt jetzt zur Beilegung des Streits gegenüber ‘Entertainment Weekly’: “Wir denken, dass dies nicht das Ende ist, sondern ein Anfang. Das klingt wie ein Klischee, aber es ist die Wahrheit.”

Auf die Frage, wie lange die Simpsons noch zu sehen sein werden, nachdem nun die Ausstrahlung bis zur 25. Staffel gesichert ist, glaubt Jean, dass
man möglicherweise noch bis zur 30. Staffel drehen werde.

Die Zuschauerquote liegt derzeit um 14 Prozent unter der Quote des letzten Jahres.

‘Die Simpsons’ ist die derzeit älteste Serie im amerikanischen Fernsehen.

Foto: wenn.com