Mittwoch, 12. Oktober 2011, 18:04 Uhr

Alles über Sean Penn in seiner schrillsten Rolle - Die Bilder

Berlin. ‘Cheyenne – This Must Be The Place” ist ein Roadmovie, wie es noch keines gegeben hat! Mit Oscar-Gewinner Sean Penn in der Hauptrolle, wie man ihn noch nie gesehen hat. Am 10. November kommt er in die deutschen Kinos.

Perfekt ausbalanciert zwischen bewegendem Drama und hintergründiger Komödie erzählt Sorrentino von einem zurückgezogen lebenden, notorisch depressiven Rockstar, der sich nach dem Tod seines Vaters in den USA aufmacht, die Spuren dessen Besessenheit zu verfolgen. In der vor Einfällen und Ideen nur so strotzenden Verbeugung vor dem Kino der Achtzigerjahre von Jonathan Demme und David Lynch und der Rockmusik von The Cure und Talking Heads spielen Oscar®-Gewinnerin Frances McDormand und Leinwandlegende Harry Dean Stanton weitere tragende Rollen. Die Musik stammt von dem legendären Talking Head David Byrne, der in einer Gastrolle als er selbst zu sehen ist.

Paolo Sorrentino löst mit seinem ersten in englischer Sprache und komplett außerhalb seines Heimatlandes gedrehten Film das Versprechen ein, welches er mit der Cannes-Sensation IL DIVO vor drei Jahren gegeben hatte.

Sorrentino sagte über seine Zusammenarbeit mit Penn: “Ich habe Sean Penn 2008 am Abschlussabend des Festival de Cannes kennengelernt. In diesem Jahr war er Präsident der Jury, und ich gewann für IL DIVO den Jurypreis. Er sagte mir, wie sehr ihm der Film gefallen hatte. Für mich war das Ansporn genug, mit dem Gedanken zu spielen, womöglich einen Film mit ihm machen zu können. Ich hätte allerdings nie erwartet, dass diese Fantasie Realität werden könnte, wie ein richtiger amerikanischer Traum.”

Der Regisseur zeigte sich beeindruckt von seinem Hauptdarsteller: “Mein Kameramann Luca Bigazzi und ich waren begeistert und beeindruckt vom Ausmaß seines Talents, vor allem aber von seiner Präzision bei allem, was er anpackt. Vor jeder Einstellung gab es immer unendlich viele Dinge, die wir ihm sagen wollten, nur um dann zu realisieren, dass man ihm nichts mehr sagen musste, weil er es längst selbst verstanden und verinnerlicht hatte – Gesten, Blicke, genaue Bewegungen. Mit ihm als Mitstreiter an der Seite fiel es auf einmal ganz leicht, unausweichliche technische Schwierigkeiten zu meistern.

Und darum geht’s: Cheyenne (SEAN PENN) war ein gefeierter Rockstar. Er ist 50 Jahre alt und sieht immer noch so aus wie damals, ein Goth mit schwarzen, toupierten Haaren, weiß geschminktem Gesicht und rotem Lippenstift. Seit Jahren lebt er zurückgezogen mit seiner Frau Jane (FRANCES McDORMAND) in einer Villa in Dublin, immer sachte schwankend zwischen gepflegter Langeweile und nagender Depression.

Der Tod seines Vaters, mit dem er seit 30 Jahren nicht gesprochen hat, führt ihn zurück nach New York. Dort erfährt er von der Besessenheit seines Vaters: Rache zu nehmen für eine schwerwiegende Demütigung, die er erfahren musste.

Cheyenne beschließt, die Suche seines Vaters fortzuführen. Und begibt sich auf eine Reise, die ihn ins Herz der USA und zu sich selbst führt…

Fotos: Delphi