Sonntag, 16. Oktober 2011, 16:45 Uhr

Burlesque-Königin Dita von Teese will Pornofilme für Frauen

Berlin. Dita von Teese findet, dass es zu wenig Pornofilme für Frauen gibt. Die Burlesque-Sänger steht offen zu ihrer Vorliebe für Erwachsenenfilmchen, betont jedoch, dass die Porno-Branche viel zu “männerzentriert” ist.

“Ich schaue mir gerne Pornofilme an, allein, zu zweit”, gibt sie im Interview mit der ‘Welt am Sonntag’ preis “Es ist nur schade, und ich rede häufig mit Freundinnen darüber, dass es da explizit für Frauen wenig Gutes gibt”, beschwert sie sich und erklärt, dass die meisten Pornos keine Handlung hätten und “schlecht geschnitten, platt, emotionslos, fast brutal” seien. “Das Ende ist immer gleich.”

Erotische Filme nach ihrem Geschmack sollten “nicht so albern und mechanisch gestellt” sein, färt von Teese fort. “Wenn ich einen drehen würde, ich würde es ja richtig stylish machen, auch nicht diese deprimierenden Motel-Locations”, schildert sie ihre Vorstellung vom perfekten Porno. Zwar sollte in diesem auch Hardcore-Sex zu sehen sein, “aber es muss geschmackvoll sein, schöne Körper, schönes Licht. Darsteller, die auch zärtlich miteinander sind. Und das Ganze in einer Situation, in der wir uns selbst gern sehen würden und verlieben könnten.”

Inspirieren lässt sich die 39-Jährige, die am Donnerstag in Berlin ihr neues Parfüm ‘Femme Totale’ vorstellte, indes von ihrer eigenen Fantasie. “Ich lebe meine Fantasien. Es gibt, glaube ich, keinen Tag, an dem ich nicht an Sex denke: wenn ich aufstehe, beim Zähneputzen, wenn ich einem schönen Mann im Fahrstuhl begegne”, schwärmt das Starlet.

Zu Hause würde sie sich derweil als “Striptease-Schlampe” bezeichnen, da sie nichts mehr hasst, als hinter sich selbst aufräumen zu müssen. “Wenn ich nach Hause komme, möchte ich nur noch raus aus den Klamotten, egal, wo ich gerade bin. Alles fliegt auf Stühle oder Lampenschirme”, enthüllt von Teese und erklärt, dass sie sich deshalb seit kurzem den Luxus einer Assistentin, die ausschließlich ihre Kleidung aufsammelt, gönnt. “Ohne sie käme ich gar nicht in mein Bett!” (Bang)

Foto: Patrick Hoffmann/WENN.com