Mittwoch, 19. Oktober 2011, 18:48 Uhr

Joko Winterscheidt: "Nach einem Lob von Gottschalk könnte ich aufhören"

München. “Gute Unterhaltung muss nicht anspruchsvoll sein, es muss nicht Günter Grass über ein Buch reden, das kann auch ein Voll-Assi in Unterhose am Strand sein“, beschreibt der deutsche Moderator Joachim Winterscheidt, besser bekannt als „Joko“, gegenüber dem Magazin myself seine Definition eines interessanten TV-Programms.

„Auch klassische Samstagabend-Shows, bei denen die ganze Familie vor der Glotze sitzt, finde ich top“, so Winterscheidt weiter. „Vielleicht weil ich jetzt selber Vater geworden bin und es schön ist, wenn alle zusammen sind und eine Sendung gucken. Mich macht das glücklich.“ Vor allem die Arbeit eines Kollegen schätzt der 31-Jährige besonders: „Ich bin ein großer Thomas-Gottschalk-Fan. Wenn er das Gleiche mal umgekehrt sagen würde, hätte ich alles erreicht und könnte aufhören.“

Winterscheidt, der seine Karriere als Redakteur für die TV-Show „Tim Mälzer kocht!“ begann, hatte seinen ersten Auftritt als Moderator beim Musiksender MTV: „Das erste Mal vor der Kamera war die Hölle. Es war live. Da wird von zehn runtergezählt und als ich ,zehn’ hörte, dachte ich, bei null bin ich vor Aufregung sicher gestorben“, erinnert er sich.

„Joko“, der aktuell als Moderator für verschiedene Formate auf ProSieben und ZDFneo arbeitet, wundert sich teilweise selbst darüber, welche Zuschauer er für seine Shows begeistern kann: „Manchmal bin ich überrascht, wer meine Sendung sieht und gut findet. Irgendwann kamen mir in Kreuzberg düstere Jungs entgegen, ich wollte schon die Straßenseite wechseln, als sie plötzlich stehen blieben und nach einem Foto mit mir fragten. Oder neulich im Supermarkt, ein älterer Herr an der Kasse, im Jogginganzug, mit Korn in der Hand, der sagte: ,Junge, richtig gute Sendung, die du da machst.’ Natürlich wäre ich gern auch der Lieblingsmoderator von 24-jährigen Models mit nymphomanischer Veranlagung“, scherzt der 31-Jährige.

Joachim „Joko“ Winterscheidt und sein Neffe Leon Kox reden in der Rubrik „Familienbande“ der aktuellen Novemberausgabe von myself über Gelungenes und Geschmackloses im deutschen Fernsehen.

Foto: Rick Sonnemann/wenn.com