Freitag, 21. Oktober 2011, 20:58 Uhr

"Florence and The Machine": Alles über das neue Album

Berlin. Die wildesten Dinge können einer Tagträumerin passieren, und wenn eine ein Lied davon singen kann, dann Florence Welch: die 25-Jährige hat in den letzten Jahren mehr erlebt als manch einer in einem ganzen Leben.

Ihr Debütalbum, das sie in ihrem Südlondoner Schlafzimmer erträumt hatte, fegte einmal rund um den Globus durch sämtliche Charts, verkaufte sich über drei Millionen Mal und bescherte ihr nicht nur den renommierten Preis in der Kategorie „Bestes Album“ bei den BRIT Awards und einen Auftritt bei Gossip Girl, sondern auch einen Stammplatz im kollektiven Pop-Bewusstsein.

Florence + The Machine zählt zu den begehrtesten Newcomern und wird nicht nur von renommierten Designern als neue britische Ikone gefeiert. Jetzt kündigt sie ihr zweites Album an, liefert mit einem ersten Track “What The Water Gave Me” ein Dankeschön an ihre Fans und mit der Single „Shake It Out“ den perfekten Startschuss für das nächste Kapitel ihrer beeindruckenden Erfolgsgeschichte.

Mit ihrer Nominierung für einen Grammy Award und dem darauf folgenden, hoch gelobten Auftritt bei der Verleihung des wichtigsten internationalen Musikpreises wurde es amtlich: Florence + The Machine fasziniert die ganze Welt. Seit ihrem Debütalbum „Lungs“ kommt man an der rothaarigen Sängerin mit der beeindruckenden Stimme nicht mehr vorbei. Ihre Pop-Elektro-Mischung gepaart mit smarten Texten und viel Atmosphäre überzeugt, ihr glamouröser Stil fasziniert die größten Designhäuser, wie u.a. Chanel, Yves Saint Laurent oder Gucci, die die letzte Tournee mit eigens für Florence kreierten Bühnenkostümen ausgestattet haben.

Das neue Album „Ceremonials“ entstand diesen Sommer im legendären Studio 3 der Abbey Road Studios, wo sich Florence mitsamt ihrer Band für fünf Wochen einquartierte; eine entscheidende Rolle spielte dabei auch dieses Mal ihr Stammproduzent Paul Epworth. Gemeinsam mit ihm ist in diesen 35 Tagen ein massives Art-Pop-Feuerwerk entstanden, das einerseits extrem sanft und einfühlsam klingen kann, doch zugleich immer wieder abhebt und über einen hinwegschwappt wie eine gewaltige Flutwelle aus Emotion und Atmosphäre.

„Ceremonials“ ist ein äußerst vielschichtiges Werk, das die Konventionen des klassischen Pop aufdröselt, sie kurzerhand durch ein schwarzes Loch feuert, um die Einzelteile dann wieder zu einem futuristisch-urwüchsigen Rundumschlag zu kombinieren. Untermauert und getragen wird das alles von Florences betörender, episch anmutender Stimme. Ein reifes Meisterwerk also, mit dem die Sängerin beweist, dass die Popkultur auf Dauer mit ihr rechnen darf.

Fotos: Karl Lagerfeld