Sonntag, 23. Oktober 2011, 16:07 Uhr

Spielberg-Spektakel "Tim und Struppi": Weltpremiere in Brüssel

Brüssel. Am 27. Oktober startet das neue Performance-Capture-Spektakel ‘Die Abenteuer von Tim und Struppi – Das Geheimnis der ‘Einhorn” (3D)’ von Steven Spielberg und Peter Jackson in den deutschen Kinos.

Gestern war Weltpremiere in Brüssel und nur wenige der Hauptdarsteller zeigten sich (nicht mit Trickfilm-Textur, sondern ganz real.) Die anderen ließen sich gar nicht erst blicken. Unter ihnen Jamie Bell (25), der im Alter von 14 Jahren als Billie Elliot zu Weltruhm gelangte – und natürlich Steven Spielberg.

Der Belgier Hergé (1907–1983) zeichnete die humoristischen Abenteuercomics von 1929 bis zu seinem Tod.

Die Geschichte basiert auf den auf der ganzen Welt geliebten, unbezwingbaren Figuren des legendären Hergé und folgt dem von unstillbarer Neugier getriebenen Reporter Tim (JAMIE BELL) und seinem überaus loyalen Hund Struppi, die ein Schiffsmodell entdecken, in dem sich ein explosives Geheimnis verbirgt. Tim wird damit in ein Jahrhunderte altes Rätsel verwickelt und gerät ins Blickfeld des diabolischen Schurken Iwan Iwanovitsch Sakharin (DANIEL CRAIG), der davon überzeugt ist, dass Tim einen unermesslich wertvollen Schatz gestohlen hat, der mit dem niederträchtigen Piraten Rackham der Rote in Verbindung gebracht wird.

Aber mit der Hilfe von Struppi, dem etwas grobschlächtigen und stets übellaunigen Kapitän Haddock (ANDY SERKIS, Foto unten) sowie den beiden unbeholfenen Detektiven Schulze & Schultze (NICK FROST und SIMON PEGG) reist Tim um die halbe Welt. Dabei gelingt es ihm, seine Gegner mit Gewitztheit und Schnelligkeit zu übertrumpfen, um in einer atemlosen Hatz den Ort zu finden, an dem das Wrack der Einhorn begraben liegt. In dem Piratenschiff verborgen soll sich der Schlüssel zu unfassbarem Reichtum befinden … und ein uralter Fluch.

Mit Steven Spielberg und Peter Jackson stehen zwei der größten Masterminds Hollywoods hinter diesem aufsehenerregenden Projekt, das auch in technischer Hinsicht neue Maßstäbe setzt. Gedreht in 3-D, im Performance-Capture-Verfahren, agieren in den Hauptrollen Jamie Bell („Billy Elliot – I Will Dance“), Andy Serkis („Der Herr der Ringe“) sowie Daniel Craig (Foto unten, „Casino Royale“, „Ein Quantum Trost“).

Hinter jedem einzelnen mit großer Sorgfalt animierten Bild steckt die inspirierte und gekonnte Darstellung eines Schauspielers. Ein entscheidendes Argument für die Mitwirkung der Schauspieler waren Hergés unvergleichliche Figuren, jede von ihnen mit ihren eigenen erinnerungswürdigen Schrullen und Marotten erdacht, die noch nie zuvor so liebevoll ausgearbeitet wurden.

Für die ikonische Rolle des unerschrockenen, bubenhaften Reporter, der im Mittelpunkt zahlloser Träume von aufregenden Abenteuern stand, wurde Jamie Bell ausgewählt. „Jamies Darstellung in Billy Elliot (Billy Elliot – I Will Dance, 2000) hat mich zutiefst beeindruckt, nicht nur die Subtilität seiner Schauspielerei, auch sein beeindruckender körperlicher Einsatz“, meint Spielberg. „Peter und ich waren uns einig, dass er all die Qualitäten in sich vereint, die man für Tim benötigt.“

Bell, der in Großbritannien aufwuchs, ist von Kindesbeinen an ein glühender Verehrer von TIM UND STRUPPI. „Hergés Kunst hat etwas, das einen tiefen Eindruck hinterlässt. Sie ist unvergesslich“, sagt er. Nun hatte Bell die Gelegenheit, seinerseits einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen und dem legendären Tim nachvollziehbare, menschliche Emotionen zu verleihen. Und das fand er aufregend.

Drehbuchautor Joe Cornish sagt, dass Bell seinen Tim darstellt wie einen typischen Jedermann Spielbergs – ein einfacher Junge, der entdeckt, wie außergewöhnlich er sein kann, wenn es das Leben von ihm verlangt. „Für mich entspricht er der Vorstellung eines Kindes, wie es wohl sein muss, wenn man ein Teenager ist“, erzählt Cornish.

„Er stellt tolle Dinge an, aber er hat sich auch eine Unschuld und unstillbare Neugier bewahrt, was es alles auf der Welt zu entdecken gibt. Er hat das Bedürfnis, einen Weg zu finden, in jeder Situation immer das Richtige zu machen. Man hat den Eindruck, dass jeder danach streben kann, so zu sein wie Tim, denn dazu braucht man nicht mehr als das Wissen und das Interesse, aber auch die Reinheit des Herzens, dann kann man jedes Abenteuer bestehen.“

Fotos: wenn.com, SonyPictures