Montag, 24. Oktober 2011, 19:48 Uhr

Alles über das dritte Album von Susan Boyle

München. 14 Millionen verkaufte Platten nach 14 Monaten Musikbusiness: mit einer synchronisierten Präzision, die man sich kaum ausdenken (geschweige planen) könnte, passieren Susan Boyles Veröffentlichungen eine Millionenmarke nach der anderen. In über zwanzig Ländern auf fünf Kontinenten erreichten ihre Alben bislang Platz eins der Charts.

Sie hat einen langen und beispiellosen Weg zurückgelegt, von den mittlerweile legendären Auftritten in einer britischen Talentshow bis hin zum Erfolg ihrer beiden Alben „I Dreamed A Dream“ (2009) und „The Gift“ (2010).

Doch der kommerzielle Erfolg ist nur ein Aspekt ihrer Karriere: denn für die treuen Fans ihrer beeindruckenden Interpretationen sakraler und säkularer Klassiker, zeitloser Liebeslieder und beherzter Neu-Variationen großer Pop- und Rocksongs, ist die bescheidene Frau aus einem verschlafenen Kaff in Schottland längst eine DER prägenden Sängerinnen ihrer Generation.

Am 4. November erscheint nun ihr drittes Album „Someone To Watch Over Me“.

Einmal mehr tat sie sich mir Super-Produzent Steve Mac zusammen und beschloss, nach der festlich-kirchlichen Ausrichtung des zweiten Albums „The Gift“ auf die Briefe ihrer Fans einzugehen.

Das erste Stück, das sie im Kasten hatte, war die Interpretation des Depeche-Mode-Klassikers „Enjoy The Silence“. „Die Melodie des Songs ist einfach nur wunderschön“, erklärt sie, „vor allem der Text klingt, als wenn er viele Menschen berühren wird, so wie er mich berührt hat.“ Jemanden, der in seinem Leben der Leidtragende zahlreicher ziemlich gemeiner Worte war, singen zu hören: „Words are very unnecessary, they can only do harm”, verleiht der Komposition völlig neue Kraft.

Weitere Stücke wurden mit ähnlichem Enthusiasmus angegangen. Hört man z.B. ihre überraschend straighte Interpretation des Tears-For-Fears-Klassikers „Mad World“, so könnte man sich für Susan Boyle durchaus eine Zukunft als erfolgreiche Interpretin großer New-Romantic-Songs vorstellen.

Fotos: Austin Hargrave/Syco