Mittwoch, 26. Oktober 2011, 15:16 Uhr

Amy Winehouse: Alkoholvergiftung führte zum Tod

London. Heute wurden die Obduktionsergebnisse zum Tode von Soul-Sängerin Amy Winehouse veröffentlicht. Demnach hatte die Sängerin mehr als das Fünffache der in Großbritannien gesetzlichen Promillegrenze für Alkohol in ihrem Blut, als sie starb.

Das ergaben die Untersuchungen, wie Gerichtsmedizinerin Suzanne Greenway heute bei einer Anhörung in London bekanntgab.

Demzufolge hatte die 27-Jährige 4,16 Promille Alkohol im Blut. Die Promillegrenze liegt in Großbritannien bei 0,8 Promille.

“Sie hatte so viel Alkohol im Blut, dass 416 mg Alkohol auf einen Zehntelliter Blut kamen. Die Folge aus dieser fatalen Menge war ihr plötzlicher und unerwarteter Tod”, zitiert der ‘Mirror’ die Gerichtsmedizinerin.

Weiter heißt es in dem Bericht, dass Winehouse drei Wochen lang trocken gewesen sei, bis es zu dem fatalen Rückfall kam. Sie soll neben Alkohol auch Spuren des rezeptpflichtigen Mittels Librium im Blut gehabt haben, das verschrieben wird, um Angstzustände, die bei einem Entzug auftreten können, zu mildern.

Die Untersuchung der Todesursache der Sängerin wurde am 25. Juli angeordnet. Die unmittelbare Autopsie führte zunächst zu keinen eindeutigen Ergebnissen, die Familie der Sängerin behauptete jedoch später, toxikologische Tests hätten bewiesen, dass sie keine Drogen genommen habe. “Die Resultate zeigen, dass sie Alkohol getrunken hatte, aber es kann nicht bestätigt werden, ob dieser bei ihrem Tod eine Rolle spielte”, gaben sie damals in einem Statement bekannt.

Winehouse war von einem ihrer Wachmänner im Bett ihres Hauses in Camden im Norden Londons aufgefunden worden.