Donnerstag, 27. Oktober 2011, 16:49 Uhr

Amy Winehouse war nicht selbstmordgefährdet

London. Amy Winehouse gab am Abend vor ihrem Tod keinen Grund zu der Befürchtung, dass sie sich umbringen könnte. Die Sängerin, die im Juli tot in ihrem Haus in London gefunden wurde, soll keine Absichten gehabt haben, Selbstmord zu begehen. Das versichert die Ärztin der Musikerin, die sie noch wenige Stunden vor ihrem Tod zu Hause besuchte.

Zwar habe die Musikerin es abgelehnt, sich von den Ärzten bei einem Entzug helfen zu lassen, soll in den drei Wochen vor ihrem Tod jedoch keinen Alkohol mehr getrunken haben. Erst am Vorabend ihres Todes griff sie wieder zur Flasche, berichtet Dr. Christina Romete.

“Sie war gegen jede Art einer psychologischen Therapie. Sie war eine der intelligentesten jungen Frauen, die ich je getroffen habe. Sie war sehr entschlossen, die Dinge auf ihre Art zu tun, das betraf auch die Therapie”, enthüllt die Ärztin. Demnach soll die Sängerin ihre Trinkgelage immer wieder durch Zeiten der Abstinenz unterbrochen haben.

Am Abend vor ihrem Tod habe sie ihren Schützling besucht, der zu dem Zeitpunkt bereits “angeheitert” gewesen sein soll. “Sie war ganz ruhig und sprach deutlich. Sie war angeheitert, würde ich sagen, aber sie hat nicht gelallt und konnte der Konversation folgen. Abgesehen davon, dass sie getrunken hatte, gab es keinen Grund zur Sorge. Ich hatte keine Befürchtungen, dass sie sich umbringen könnte. Sie hat über die Zukunft gesprochen und meinte: ‘Ich habe viele Dinge noch nicht erreicht, die ich erreichen möchte.’ Sie hat sich auf die Zukunft gefreut.”

Gestern, 26. Oktober, war bekannt geworden, dass die Sängerin an den Folgen ihres Alkoholkonsums gestorben war. Die Untersuchung ihres Leichnams hatte ergeben, dass zum Zeitpunkt ihres Todes 4,16 Promille im Blut hatte. Neben dem Bett der Toten wurden drei Flaschen Wodka gefunden. (Bang)

Foto: wenn.com