Freitag, 28. Oktober 2011, 19:26 Uhr

Alles über "Gotye": Vom Insider-Tipp zum Welteroberer

Berlin. Vom Insider-Tipp zum Welteroberer: Der australische Soundtüftler Gotye (ausgesprochen: “Gauthier”) katapultiert sich mit seinem Song “Somebody That I Used To Know” gerade weltweit millionenfach indie Herzen aller Musikliebhaber. In seinem Heimatland macht sein Name schon seit längerem die Runde, in Europa aber galt der multimedial denkende und arbeitende Kreativling bislang eher als Insider-Tipp.

Dies könnte sich mit seinem Album „Making Mirrors“ nun aber rasch ändern.

Beim Hören von „Making Mirrors“, das am 2. Februar 2012 veröffentlicht wird, faszinieren vor allem die vielen liebevollen Details. Man wird förmlich in eine Welt gezogen, in der jeder kleine Augenblick, jeder Klang, wichtig ist. Das Album ist voll mit Songs, die mit großer Geste die unterschiedlichsten Stile wie Dub, Motown Soul, PolitiPop, Synth-Folk und Weltmusik vereint.

Die erste Single “Somebody That I Used To Know” (kommt am 13. Januar 2012) ist eine Zusammenarbeit mit der neuseeländischen Sängerin Kimbra. In Australien ist „Somebody That I Used To Know“ bereits in den Top10 der Charts. Das großartige Stop-And-Motion-Video schaffte es auf Platz 1 der Hype Machine Twitter Charts, verbuchte bei bei Youtube bereits über 12,7 Millionen Hits, hier kann man den großartigen Clip bereits sehen.

Auch für die anderen Songs auf dem Album hat Gotye individuell gestaltete und verspielte Videos gedreht. Gotye ist ein Gesamtkunstwerk, ein Künstler der soundästhetisch, musikalisch und visuell denkt!

Wenn Gotye über „Making Mirrors“ spricht, so gerät er ins Schwärmen über die Klänge, die er dafür auf teils ungewöhnliche Weise gesampelt hat. Gotye ist ein Soundtüftler, vergleichbar beispielsweise mit Brian Eno. Er entwickelt Sounds, aus denen er perfekte Popmusik kreiert. Eine Musik, die präziser nicht sein könnte. Die 12 Stücke sind auf ihre eigene Art eine Form von elektronischer Musik, die voller Emotionen ist.

An „Making Mirrors“ arbeitete Gotye die letzten zweieinhalb Jahre. Dafür verließ er Melbourne und zog auf das fünf Hektar große Grundstück seiner Eltern auf der Halbinsel Mornington in Victoria. Dort fand er in einer Scheune genügend Raum für seine stetig wachsende Sammlung an Instrumenten und obskurem Studioequipment. Außerdem konnte er dort rund um die Uhr ungestört mit Klängen experimentieren und diese aufnehmen.

Im November wird Gotye zwei Konzerte in Deutschland spielen, auf denen er „Making Mirrors“ live vorstellen wird. “Ich habe eine zehnköpfige Band und alle spielen mehrere Instrumente und singen”, freut sich Gotye. “Mit Abstand sind das bislang meine ambitioniertesten Shows“.