Montag, 31. Oktober 2011, 13:51 Uhr

Versautes bayrisches Provinz-Damen-Trio erobert die Kinos

Berlin. Knapp 125.000 begeisterte Zuschauern sahen sich ‘Eine ganz heiße Nummer’ am Wochenende in Deutschland an (mit Previews 147.000 Besucher). Damit verzeichnete der neue Film von “Friendship!”-Regisseur Markus Goller den besten Kopienschnitt des Wochenendes und zeigte sich auf Platz vier der deutschen Kinocharts somit wenig beeindruckt von der starken Konkurrenz.

Nach dem Publikumshit “Friendship!” legt Regisseur Markus Goller (Foto ganz unten) mit ‘Eine ganz heiße Nummert’ einen Film mitten aus dem (bayerischen) Leben vor. Erfolgsautorin Andrea Sixt (“Workaholic”) lieferte die Romanvorlage für eine warmherzige Komödie mit handfestem Humor und viel Herz.

Als erfinderisches Damen-Trio, das in der (Wirtschafts-)Krise über seinen Schatten springt, sind Gisela Schneeberger, bekannt als starke Partnerin von Kultkabarettist Gerhard Polt (“Man spricht deutsh”), Rosalie Thomass (“Beste Zeit”, “Anonyma – Eine Frau in Berlin”) und Entdeckung Bettina Mittendorfer (“Beste Gegend”, “Sommer in Orange”) zu sehen.

Die auch über Bayerns Grenzen hinaus beliebte Kabarettistin Monika Gruber (“Der Kaiser von Schexing”) hat in dem Film ihre erste Kinorolle übernommen.

Für seinen schamlos charmanten Film, der im Bayerischen Wald und in Regensburg entstand, konnte Markus Goller nach “Friendship!” erneut Hollywood-Kameramann Ueli Steiger (“The Day After Tomorrow”, “10.000 B.C.”) gewinnen. Das Drehbuch schrieb Andrea Sixt nach ihrem gleichnamigen Roman. Als Produzenten zeichnen Andrea Sixt, Florian Deyle, Philip Schulz-Deyle und Martin Richter verantwortlich. Das ZDF koproduziert das von FFF und DFFF geförderte Projekt.

Eine kleine Dorfgemeinschaft mitten im Bayerischen Wald. Der Geist der katholischen Kirche ist zwar allgegenwärtig, dafür mangelt es seit Schließung der Glashütte an wirtschaftlicher Perspektive. Der kleine Lebensmittelladen von Waltraud (GISELA SCHNEEBERGER), Maria (BETTINA MITTENDORFER), und Lena (ROSALIE THOMASS) steht vor der Pleite.

Die Nachbarn fahren lieber in die nächste Stadt zu Aldi, in vier Wochen läuft der Kredit ab. Da erhält Maria einen schmutzigen Anruf. Der Kerl ist offenbar falsch verbunden, doch der peinliche Zwischenfall bringt Maria auf eine geniale Idee: ein erotischer Telefonservice – im erzkatholischen Marienzell eine echte Marktlücke.

Fotos: Universum