Freitag, 02. Dezember 2011, 9:59 Uhr

Bono ist von seiner eigenen Stimme genervt

Los Angeles. Bono ist mit seiner Stimme unzufrieden. Der Frontmann von U2 umgeht es nach Möglichkeit, sich alte Songs seiner Band anzuhören. Grund dafür sei die Tatsache, dass er sich früher seiner Meinung nach wie ein Mädchen anhörte.

“Ich versuche es zu vermeiden”, gesteht er im Gespräch mit Ellen DeGeneres in deren TV-Show. “Wenn ich unsere Songs im Radio höre, dann drehe ich sie meist leiser. Nicht, weil ich sie nicht mag oder nicht an sie glaube. Tatsächlich nervt mich meine Stimme. Ich denke immer, dass ich es besser gesungen haben könnte.”

Da er sich selbst als eine Art Macho sehe und ein irischer Typ sei, steche es für ihn besonders heraus, sich wie ein Mädchen anzuhören. Das beschränkt der Sänger aber nur auf die früheren Songs. “Besonders in diesen 80er Songs höre ich mich an wie ein Mädchen”, schließt der Star.

Der 51-Jährige ist dabei nicht der einzige, der mit seiner eigenen Musik Probleme hat. So erklärte auch Beyoncé Knowles vor kurzem, dass sie es nicht mag, ihre Songs in Nachtclubs zu hören. Sie fände dies schlichtweg “merkwürdig”.

“Das letzte, was ich in einem Club hören möchte, ist einer meiner eigenen Songs”, erklärte die 30-Jährige in diesem Zusammenhang. “Es wird so unangenehm. Es gibt dann diesen merkwürdigen Moment, wenn du weißt, dass alle dich beobachten um zu sehen, ob du zu deinem eigenen Song los tanzt.“

Auch der amerikanische Musiker Moby hört nur selten seine eigenen Songs, obwohl viele dieser bereits weltweit als Werbe-Songs verwendet wurden. “Ich mag ‘Play’ [sein Album von 1995] immer noch nicht so gern”, gesteht der 46-Jährige. “Ich höre es und denke mir: ‘Ja, es ist okay. Scheint an manchen Stellen ein bisschen offensichtlich.'” (Bang)

Foto: wenn.com