Montag, 05. Dezember 2011, 23:59 Uhr

Matthias Schweighöfer: Der Druck auf Männer steigt in Beziehungen

Berlin. Die Schauspieler Alexandra Maria Lara und Matthias Schweighöfer lachen nicht nur viel gemeinsam, sondern haben auch eine ähnliche Vorstellung davon, wie sich das klassische Mann-Frau-Rollenbild verändert hat.

Im Gespräch mit dem Magazin ‘Jolie’ amüsieren sie sich daher nicht nur über Schweighöfers High Heel-Gehversuche für den Film „Rubbeldiekatz“ (Start: 15. Dezember), sondern diskutieren auch ernst über die Höhen und Tiefen des Beziehungsalltags.

Matthias Schweighöfer musste sich für „Rubbeldiekatz“ in Frauenklamotten zwängen, eine Po-Prothese tragen und in Stöckelschuhen laufen. Er nennt das „eine Herausforderung“ und gibt zu, dass er sich dabei „an Alex’ Hüftschwung orientiert“ hat. Überhaupt hat der 30-Jährige kein Problem damit, wenn er mal nicht als harter Typ dasteht. Denn er ist der Ansicht, dass „eine Frau heute genauso laut sein kann wie ein Kerl. (…) Es gibt heute eigentlich keine richtige Rollenverteilung mehr.“

Der Druck auf die Männer in einer modernen Beziehung steigt daher seiner Meinung nach: „Männer müssen heute alles können: Sicherheit geben, Verantwortung übernehmen, einfühlsam sein, sie müssen ein guter Vater, ein guter Liebhaber, eine gute Putze und ein prima Koch sein.“

Dennoch schreckt er nicht vor dem Abenteuer Liebe zurück – ebenso wenig wie Alexandra Maria Lara (33), die ihren Mann, den britischen Musiker und Schauspieler Sam Riley (Foto oben) am Set von „Control“ kennengelernt hat. Dabei ist sie von ihren Gefühlen übermannt worden. „Ich hätte mir nie vorstellen können, dass Liebe auf den ersten Blick bei mir funktioniert“, sagt sie noch heute. Doch so glücklich sie nach wie vor ist: Ganz ohne Reibereien läuft auch ihre Ehe nicht ab: „Ich glaube, generell neigt man dazu, in einer Beziehung den anderen anzuklagen, wenn der Alltag zu deutlich spürbar wird. Dabei ist es wichtiger, erst mal bei sich selbst anzufangen. Bei vielen Paaren herrscht ein Konkurrenzkampf.“

Zudem glaubt Lara, dass Pärchen dazu neigen, bei Problemen „das zu kritisieren, was man an sich selbst nicht leiden kann. Der Partner ist wie ein Spiegel, und das eigene Spiegelbild ist nicht immer nur schön.“

Fotos: Universal Pictures International Germany GmbH