Donnerstag, 08. Dezember 2011, 8:48 Uhr

Alec Baldwin nach Rauswurf von American Airlines angegriffen

Los Angeles. American Airlines hat in einem offiziellen Statement gegen Alec Baldwin geschossen. Der 53-jährige Schauspieler wurde diese Woche eines Flugzeugs der amerikanischen Fluglinie verwiesen und beschwerte sich anschließend via Twitter über den Vorfall. Ihm zufolge habe man ihn ungerechtfertigt rausgeworfen, da er noch vor dem Start des Flugzeugs ein Spiel auf seinem iPad gespielt haben soll.

Nun hat American Airlines zum Rückschlag ausgeholt und den Hollywood-Star – wenn auch ohne namentliche Erwähnung – als “extrem unhöflich” und ausfällig verurteilt.

So heißt es: “Dieser Passagier hat sich geweigert, sein Mobiltelefon auszuschalten, als man ihm zu angemessenem Zeitpunkt darum bat. Der Passagier ist letztendlich aufgestanden (obwohl das Zeichen für die Sicherheitsgurte bereits für den Start leuchteten) und nahm sein Telefon mit in die Toilette des Flugzeugs. Er knallte die Toilettentür so stark, dass die Crew im Cockpit es hörte und aufschreckte, obwohl die Cockpit-Tür geschlossen und verriegelt war. Die Cockpit-Crew setzte sich sofort mit der Kabinenbesatzung in Verbindung, um sich über die Situation zu informieren. Der Passagier war extrem unhöflich und wurde verbal ausfällig.”

Baldwin selbst hat bereits auf diese Anschuldigung reagiert, entschuldigte sich aber einzig bei den anderen Fluggästen für die Verspätung.

In der Zeitung ‘Huffington Post’ behauptet er, dass das Flugzeug bereits eine halbe Stunde Verspätung hatte, als man ihm die Tür wies. Zudem sei er nicht der einzige Passagier gewesen, der sein Telefon zur Hand genommen hätte. “Während andere Leute ebenfalls mit ihren Handys rumspielten, wurde ich von dieser einen Stewardess herausgepickt und aufgefordert, mein Telefon beiseite zu legen”, schreibt er in dem Beitrag. “Danach saßen wir immer noch am Gate. Ich nahm mein Telefon wieder zur Hand, andere Fluggäste taten dasselbe.

Erneut wurde nur ich von dieser Frau im unfreundlichsten Tonfall angesprochen. Diese Frau wollte anscheinend durch mich ein Exempel statuieren, während die anderen davonkamen, und hatte am Ende die
Oberhand.”

Weiter beschwert Baldwin sich über den Verfall der Etikette unter Flugbegleitern und vermutet die Terroranschläge vom 11. September 2001 als Grund dafür. “Der 11. September war ein furchtbarer Tag für die Fluggesellschaftsindustrie. Im Nachhinein habe ich allerdings den Eindruck, dass Fluglinien und Flughäfen dies als Entschuldigung nehmen, um Flugreisen so unelegant wie möglich zu machen”, lautet sein Fazit. (Bang)

Foto: wenn.com