Freitag, 09. Dezember 2011, 9:17 Uhr

"The Voice Of Germany": Auch Profis fallen schon mal durch

Berlin. Es scheint ganz so, als wäre die neue Castingshow “The Voice of Germany” nicht nur ein Sprungbrett für unentdeckte Musik-Talente, die berühmt werden wollen, sondern auch für die, die es schon mal waren. Auch gestern Abend gab es bei der fünften Blind Audition wieder Kandidaten, die bereits eine mehr oder weniger erfolgreiche Vergangenheit hinter sich haben.

Da gibt es zum Beispiel den 25-jährigen Ken Miyao, der schon mit 16 beim “Popstars”-Casting mitmachte und es in die Band “Overground” schaffte. Nach fünf Bandjahren löste sich die Gruppe auf und Ken versuchte sich als Solo-Künstler. Sein Song “Talk 2 Me” konnte sich sogar in den Top 100 der Deutschen Singlecharts platzieren. Jetzt will der hübsche Sänger bei “The Voice Of Germany” sein Glück versuchen. Mit seiner ruhigen Version von Jessie Js “Price Tag” präsentierte Ken seine klangvolle Stimme und konnte Rea Garvey und BossHoss von sich überzeugen, die sich nach nur wenigen Minuten umdrehten.

Auch Kandidat Michael Schulte ist kein Unbekannter. Der 21-jährige ist mit über 12 Millionen Klicks bereits ein YouTube-Star – wir berichteten – und durfte sogar schon mit Rea Garvey auf der Bühne stehen. Der freute sich auch riesig über das Erscheinen des rothaarigen Lockenkopfes, kritisierte aber seine Interpretation von Adeles “Set Fire To The Rain”. “Ich fand deinen Gesang eben, nicht gerade wahnsinnig beeindruckend.” Da Rea sich als einziger Juror umdrehte, wird er die schwierige Aufgabe haben, den YouTube-Millionär zu einem Sänger zu schulen, der auch mit den anderen gesanglichen Talenten mithalten kann.

Aber gestern Abend konnte man auf ProSieben auch wieder völlig neue und noch unbekannte Sänger und Sängerinnen bewundern. Ramona Rotstich, die passend zu ihrem Namen eine wallende rote Haarmähne besitzt, begeisterte Publikum und Jury mal auf ganz andere Weise und rockte wild und ungezähmt die Bühne mit dem Titel “Just A Girl” von No Doubt. Die flippige Ramona durfte sich danach zwischen Rea und Alec und Sascha von Boss Hoss entscheiden. Die sympathische Rockröhre entschied sie für die zwei BossHoss-Cowboys.

Mit einer grandiosen und unglaublich tollen Stimme überraschte aber die 38-jährige Jeanette Dalia Curta, die “If You Don´t Know Me By Now” sang. Jeanette hat Jazzgesang studiert und erfolgreich abgeschlossen, doch konnte damit noch keine Anerkennung von ihrer Familie gewinnen. Jetzt will sie allen beweisen, was sie drauf hat und zeigte bei “The Voice Of Germany” wie eine wirklich gute Soulstimme klingt. Die Sängerin durfte sich übrigens zwischen BossHoss und Xavier Naidoo entscheiden und beschloss, mit Xavier zusammenzuarbeiten.

Bei der Castingsshow dürfen sich auch Duos bewerben und das haben Erwin Köhler und Daniela Gruber, genannt Ernie und Lela auch gleich mal getan. Mit Gitarre, zerrissenen Klamotten und starken Stimmen, eben so richtig rockmäßig, zeigten die beiden doppeltes Talent. Die beiden konnten zwar nur Nena von sich überzeugen sind aber immerhin weiter mit dabei.

Oliver Nagy hatte schon alles, was sich ein aufstrebender Sänger wünschen kann. Einen Plattenvertrag, eine veröffentlichte Single mit Musikvideo und ein fertig produziertes Album…trotzdem reichte es nicht zum ganz großen Durchbruch und der smarte 21-jährige verschwand relativ schnell wieder in der Versenkung. Bei den Blind Auditions versuchte Oliver seine schöne Stimme unter Beweis zu stellen. Mit seiner Version von “Stay The Night” konnte er aber die Juroren Nena, Rea Garvey, BossHoss und Xavier Naidoo nicht überzeugen.

Xavier Naidoo durfte bei den gestrigen Blind Auditions Jeanette Dalia Corta in seiner Gruppe begrüßen.

BossHoss haben Bennie McMillan, Ramona Rotstich, Ivy Quainoo und Sahar Haluzy in ihrem Team.

Nena wird unter anderem mit Katja Georgas-Spanos, Bobby Bobbs´n, Lela und Ernie und Leslie Jost zusammenarbeiten.

Rea wird Mentor für die Kandidaten Tiziana Belmonte, Michael Schulte und Ken Miyao.

Fotos: ProSieben/Richard Hübner