Mittwoch, 14. Dezember 2011, 11:17 Uhr

Steven Spielberg über seinen deutschen Star David Kross

München. Nach „Tim und Struppi“ kommt am 16. Februar mit „Gefährten“ gleich der zweite Familienfilm von Steven Spielberg hintereinander in die Kinos – Schicksal, wie der Starregisseur glaubt: „Ich habe keinen Einfluss darauf. Wie heißt es so schön: ‚Wenn du Gott zum Lachen bringen willst, erzähl ihm von deinen Plänen!’ Ich habe mich nicht plötzlich dazu entschlossen, wieder Filme für die ganze Familie zu drehen. Sie kreuzten einfach meinen Weg“, sagt der Großmeister des Gefühlskinos im Interview mit der neuen ‘Vogue’.

Hauptdarsteller von „Gefährten“ sind unter anderem die deutschen Schauspieler David Kross und Maximilian Brückner: „Mir hat ‚Das weiße Band’ extrem gut gefallen. Und David mochte ich in ‚Der Vorleser’ sehr“, so Spielberg gegenüber dem Modemagazin. „Ich sehe viele ausländische Filme. Wenn mich dabei ein Schauspieler beeindruckt, schreibe ich seinen Namen auf“, begründet er seine Wahl weiter.

Auf die Frage, was ihn an Kross und Brückner gefallen habe, antwortet der Regisseur: „Beide scheinen der Welt gegenüber offen zu sein – vom Herzen her. Ich sah in beiden diesen melancholischen Optimismus, der einer Zeit, die von größter Unruhe und allgegenwärtigem Tod geprägt ist, trotzt.“

Sein neuer Film erzählt die Geschichte eines Jungen und seines Pferdes in den Wirren des Ersten Weltkriegs. Auch er selbst habe einen intensiven Bezug zu den edlen Vierbeinern erklärt Spielberg: „Wir leben mit Pferden. Wir haben richtige Stallungen. Jeden Morgen wache ich mit dem Geruch von Pferden in der Nase auf, schaue auf Koppeln, miste Ställe aus. Allerdings reite ich nicht – seit ich als Kind mal abgeworfen wurde, ist mir das suspekt.“

Walt Disney Studios Motion Pictures Germany