Freitag, 16. Dezember 2011, 21:00 Uhr

Christian Ulmen plaudert über seinen Kinokracher "Jonas"

Berlin. Christian Ulmen träumt noch immer ab und an von seiner Schulzeit. Der Schauspieler wird ab Januar in seinem neuen Film ‘Jonas’ zu sehen sein, in dem er in die Rolle des gleichnamigen Sitzenbleibers schlüpft, der in dem halb-dokumentarischen Streifen eine letzte Chance bekommt.

Die Zeit, die der Star selbst in der Schule verbrachte, habe bei ihm nachhaltige Spuren hinterlassen, gesteht er im Gespräch mit ‘BANG Showbiz’. “Obwohl ich morgens guter Laune zur Schule gegangen bin, gibt es diese unterbewussten Dinger, die dich in Alpträumen noch heimsuchen, obwohl du schon erwachsen bist”, erklärt er.

Deshalb sei der Film, für dessen Dreharbeiten er sich sechs Wochen lang als Schüler an eine Schule in Brandenburg begab, auch eine Art Therapie gewesen. “Das war sozusagen mein persönlicher Spaß, zu sagen: Dann marschiere ich furchtlos an den Quell meiner Alpträume.” Zwar kämen die Alpträume “nur ab und zu mal, nicht jede Nacht”, aber er habe trotzdem in Erfahrung bringen wollen, “was das eigentlich ist, warum man davon nachts träumt. Und was passiert mit einem, wenn man da wieder hingeht, in die Höhle der Löwen?”

Mit dieser “Zeitreise” habe er dem Zuschauer die Möglichkeit geben wollen, diese Reise “mit mir gemeinsam zu machen.” Für die Dreharbeiten habe er sich im Vorfeld jedoch kein besonderes Ziel gesetzt, sondern abwarten wollen, was vor Ort passiert. “Wir sind bewusst blauäugig zur Schule gegangen. Fertig”, erklärt er und räumt ein: “Natürlich erzählt der Film vom Druck und der Willkür [im Unterricht ], aber das ist im Vorfeld nicht intendiert gewesen.”