Freitag, 16. Dezember 2011, 14:09 Uhr

Die deutschen Fernsehsender regulieren endlich ihre Lautstärke

Köln, Mainz, Berlin. Na endlich! Schuß mit der Brüllwerbung! Die Öffentlich-rechtliche und private Fernsehsender harmonisieren die Lautstärke ihrer Programme! Die Sender inklusive der privaten Free- und Pay-TV-Anbietern in Deutschland wollen die Lautstärke ihrer Programme harmonisieren und die “Lautheitsunterschiede im Programmablauf” sowie zwischen den einzelnen Sendern zu verringern.

Angestrebt ist, ab der IFA 2012 (31. August 2012) gemeinsam in einer einheitlichen Lautstärke zu senden. Dies gilt grundsätzlich für alle Programmbeiträge, also auch für Werbung und Programmhinweise.

Für die Zuschauer bedeutet dies, dass der Griff zur Fernbedienung, um Lautstärkensprünge auszugleichen, zukünftig – mit Ausnahme von dramaturgisch gewollten Unterschieden – weitaus seltener erfolgen muss. Auch die Programmanbieter in Österreich und der Schweiz möchten auf das einheitliche Verfahren umstellen.

Möglich ist diese gemeinsame Initiative durch die Anwendung einer neuen internationalen Empfehlung der EBU (European Broadcasting Union) zur Lautheitsmessung und -Aussteuerung. Danach soll mit der neuen Generation von Mess- und Aussteuerungsgeräten die Umstellung von der bisherigen Spitzenpegel- hin zu einer zukünftigen Lautheitsaussteuerung erfolgen.

So kann künftig die Lautstärke am Sendeausgang auf einen definierten Wert festgelegt werden. Das heißt in der Praxis: Die unterschiedliche Lautstärke zwischen Werbeblöcken und dem übrigen Programm sowie beim Umschalten zu anderen Sendern wird nicht mehr – wie bisher – wahrgenommen. (ots)

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