Samstag, 17. Dezember 2011, 18:10 Uhr

Sting: "Wenn ich sterben würde, hätte ich ein gutes Leben gehabt"

München. Der Sänger, der Anfang Oktober seinen 60. Geburtstag feierte, versichert, dass er mit dem Älterwerden auch seine Angst vor dem Tod verliere. “Ich glaube, ich fürchte mich jetzt weniger davor als früher”, erklärt der Musiker im Gespräch mit dem Magazin ‘Focus’.

“Mit 60 hat man ja irgendwie ein Plateau erreicht. Wenn ich morgen sterben würde, hätte ich ein gutes Leben gehabt. Wir müssen alle lernen, mit dem Tod umzugehen. Die Musik ist eine Möglichkeit, die Angst zu bannen. Das ist eine Form von Spiritualität, mit der ich etwas anfangen kann.”

Trotz seines Alters denkt der ehemalige The Police-Sänger noch lange nicht ans Aufhören. “Noch treffe ich die Töne, noch bin ich einigermaßen in Form und ein paar Haare habe ich auch noch – also geht’s weiter”, versichert er.

Dass Erfolg nicht unbedingt glücklich macht, habe er bereits Ende der 80er-Jahre bemerkt. Damals befand er sich zwar auf dem Höhepunkt seiner Karriere, wurde aber dennoch von Selbstzweifeln geplagt. “Da tat sich ein fürchterlicher Abgrund auf”, erinnert er sich. “Es war dieser wahnsinnige Widerspruch zwischen dem materiellen Erfolg und dem Trümmerhaufen drumherum. Meine Eltern starben kurz hintereinander, meine Ehe zerbrach, die Band zerbrach, und meine Psyche ist auch zerbrochen.”
Foto: wenn.com