Sonntag, 18. Dezember 2011, 17:33 Uhr

David Pfeffer: "Eine TV-Show kann ein Sprungbrett sein, aber nicht das Ziel"

Berlin, David Pfeffer ist der umschwärmte Sieger der „X Factor“-Staffel 2011. Der beurlaubte Polizist hat mit seiner sensiblen Stimme, wahrhaftigem Gefühl und einem ganz eigenen Stil die Herzen der Zuschauer erobert. Nach dem Herzschlag-Finale der Show kann es der empfindsame Duisburger kaum erwarten, seine große Liebe – die Musik – zum Beruf zu machen.

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Eigentlich stand David Pfeffer Castingshows eher skeptisch gegenüber. Dem 29-jährigen „Sergeant Pepper“ ist Authentizität heilig, und als er aufgrund von ein paar YouTube-Videos auf die Sendung aufmerksam gemacht wurde, fragte er sich ernsthaft, ob er überhaupt der Typ dafür sei. Typisch David, dass er es dann doch versuchte. »Ich wusste ja gar nicht wirklich, wie es hinter den Kulissen ist – also wollte ich mir eine Meinung bilden.«.

Was für ein Triumphzug aus diesem Experiment werden würde, hätte sich der attraktive Polizist nicht mal in seinen kühnsten Momenten träumen lassen. Mit seiner zurückhaltenden, ernsthaften Art und richtig viel Talent schlug er nicht nur bei Mentor Till Brönner voll ein. »Das Schöne ist, dass Till und ich immer gleicher Ansicht waren: Die Erfahrungen bei X Factor sind sehr intensiv – es ist wichtig, sich dabei sein Wesen zu bewahren. Ich glaube, das ist mir gelungen.«

Vermutlich ist auch die Tatsache, dass David schon vor der Show jahrelang mit seiner Band „Inpaticular“ Musik gemacht hat, der Anker, an dem sich sein Charakter immer wieder ausrichten kann. »Musik macht man ja nicht wegen einer TV-Show. Sie kann ein tolles Sprungbrett sein, aber nicht das Ziel. Ich genieße die mediale Aufmerksamkeit, aber ich bleibe der David, der ich auch vorher schon war.«

Seine Bedenken haben sich jedenfalls vollends zerstreut. »Ich habe mich bei „X Factor“ total wohlgefühlt. Im Bootcamp, im Juryhaus und bei den Liveshows. Ich habe eine Menge Respekt vor so viel Talent und dem künstlerischen Niveau insgesamt.« Ohne Allüren und mit verdammt viel Tiefgang auf den Stimmbändern, sang sich David Pfeffer dann „pfefferstyle“ durch die Liveperformances.

Er machte sich Hymnen von Coldplay über The Police bis zu Adele zu eigen. Davids erklärtes Ziel, dem Publikum ohne übertriebene Show-Effekte Emotionen nahe zu bringen, ist ihm Woche für Woche gelungen. »Ich verehre Künstler wie Damien Rice oder William Fitzsimmons, der ein ganzes Album über Trennungsschmerz gemacht hat. Das mögen andere einseitig finden, aber ich mag so was. Mir persönlich imponiert das wesentlich mehr, als technisch versiert zu sein.«

Nach seinem Sieg im Finale freut sich David darauf, weiter Musik zu machen und sie in die Welt zu tragen. »Das ist das Schönste für mich: Man spielt einen Song und kann ihm ein eigenes Gesicht geben. Das Gefühl kann man mit nichts anderem vergleichen. Es klingt vielleicht pathetisch, aber hinterher kann alles passieren – die Musik, die man zum Leben erweckt hat, besteht für immer weiter. Sie überdauert alles.«

Als größtes Kompliment empfindet es David, wenn ihm seine Zuhörer nach dem Konzert sagen, dass sie verstanden haben was er ausdrücken will – dass das Gefühl, das er mit seinen einfühlsamen Interpretationen transportiert, angekommen ist. Dieses Lob wird David Pfeffer, dem Sarah Connor bereits vor laufenden Kameras bestätigt hat, ein „echter Künstler“ zu sein, vermutlich oft hören, wenn er mit seiner sinnlichen Stimme und dieser ganz besonderen Ausstrahlung die Bühnen dieser Welt erobert. Hoffentlich.

Fotos: wenn.com/Patrick Hoffmann, Til Brönner