Sonntag, 18. Dezember 2011, 1:41 Uhr

Panflöten-Straßenmusiker ist RTL-Supertalent 2011

Köln. Die RTL-Trash-Show ‘Das Supertalent’ hat einen Gewinner. Nach einem Mundharmonika-Spieler 2009 und einem Hund 2010 darf sich in diesem Jahr  Panflötenspieler Leo Rojas (27) mit dem Titel schmücken. Einer der Favoriten, Piano-Punk Jörg Perreten, hatte das Nachsehen, verspielte sich mehrfach. Zweiter wurde Sänger Sven Müller.

Oberjuror Dieter Bohlen war beeindruckt von dem Auftritt, bei dem Leo mit einem Pferd auf die Bühne ritt und den Klassiker “Der Einsame Hirte“ der rumänischen Panflöten-Legende Gheorghe Zamfir performte: “Du hast dem Titel neues Leben eingehaucht. Ich fand den Auftritt wirklich sehr, sehr, sehr gut.“

Motsi Mabuse hatte “Gänsehaut pur”, Sylvie van der Vaart sagte, “sie würde sich sofort eine Platte von ihm kaufen” und Dieter Bohlen konnte ihn sich “auf den großen Konzertbühnen vorstellen.” Leo war nach dem Sieg vollkommen überwältigt: “Das ist der schönste Tag in meinem Leben”.

Mit ihm freuten sich auch seine Frau Ines, die als Erste gratulierte und seine Mutter.

Leo, gebürtig aus Ecuador, kam 2000 nach Europa mit dem Traum, hier von seiner Musik leben zu können. Derzeit verdient er seinen Lebensunterhalt mit seiner Panflöte als Straßenmusiker in Berlin. An manchen Tagen ist das mehr, an vielen Tagen eher weniger Geld.

Aber dass die Menschen immer wieder begeistert seiner Musik zuhörten gab Leo den Mut, an seinem Traum festzuhalten. Mit dem Preisgeld von 100.000 Euro will er seine Familie in Ecuador unterstützen und ein Haus kaufen.

Im Halbfinale sah er das erste Mal seit sieben Jahren seine Mutter Maria Juana Santillan aus Ecuador wieder. Das sind Geschichten, aus denen in der Weihnachtszeit Sieger gemacht werden!

Eine CD mit Songs von Leo und den anderen Finalisten kommt am 23. Dezember auf den Markt.

Hier alle Abstimmungsergebnisse der Zuschauer in Prozent:

Leo Rojas 31,93
Sven Müller 13,68
Ricky Kam 13,23
Jörg Perreten 10,68
Julian Pecher 7,17
Mark Ashley 6,60
Miroslav Zilka 6,24
Desire Capaldo 5,92
Dergin Tokmak 2,85
Oleksandr Yenivatov 1,70

Fotos: Thomas Fähnrich/SonyMusic, RTL/Stefan Gregorowius