Dienstag, 20. Dezember 2011, 21:39 Uhr

Supertalent Leo Rojas steht auf Modern Talking und die Flippers

Hamburg/Berlin. Panflötenspieler Leo Rojas ist seit Samstagnacht “Das Supertalent 2011“. Der Straßenmusiker aus Ecuador ist jetzt um 100.000 Euro reicher – und bekommt einen Plattenvertrag bei Dieter Bohlen.

Im Interview mit klatsch-tratsch.de plauderte der überglückliche Gewinner über seinen Sieg und seine Zukunft.

Der 27-Jährige kann noch immer nicht glauben, dass er es tatsächlich geschafft hat. Und so ging es ihm auch kurz nach der Entscheidung: “Ich konnte es gar nicht fassen.” Er wirkt noch ein wenig überfordert von all den Berichten über ihn. “In allen Zeitungen steht was darüber. Und auch im Internet steht so viel geschrieben.”

Aber wie kam das Panflöten-Wunder überhaupt auf die Idee, sich für die Castingshows zu bewerben? “Ich wollte einfach zeigen, was ich mit meiner Musik erreichen kann. Ich wusste, dass es viele andere gute Musiker in der Show gab, aber ich dachte “Wieso probiere ich es nicht einfach?’”

Leo muss nach seinem Sieg nun nicht mehr auf der Straße spielen und hat bereits viel Zeit im Plattenstudio verbracht, wo wir ihn heute erwischten.

Ganz glücklich fühlt er sich dabei noch nicht. “Auf der Straße spielt man wirklich mit komplettem Gefühl. Also da ist das Gefühl auch absolut frei. Man kann frei sein und frei spielen. Das ist im Tonstudio anders. Da bin ich in einem Raum und ich muss da selbst hören, wie ich spiele und mich konzentrieren. Ich klinge auch irgendwie anders. Das fühlt sich noch negativ an, aber wird sich vielleicht bald ändern.”

Auf dem Album des Gewinners, das am 27. Januar 2012 erscheint, wird man übrigens nur Songs hören, die den einmaligen Panflöten-Charme versprühen und mit dem Leo Rojas alle für sich gewinnen konnte.

Leo Rojas sprach mit dieser Seite über seine Vergangenheit und warum er vor zehn Jahren von Ecuador nach Deutschland kam. “Also ich hatte eine Verwandte in Leipzig und durch sie bekam ich die Möglichkeit nach Deutschland zu kommen. Sie hatte gesagt ‘Naja Leo, willst du dein Glück nicht mal im Ausland versuchen?’ Zu dem Zeitpunkt hatte ich auch finanzielle Schwierigkeiten und ich dachte mir, dass so eine Chance nicht jeden Tag kommt. Viele Leute aus Ecuador, besonders unsere Generation, würden so gerne ins Ausland gehen, aber das ist halt oft nicht möglich wegen dem Geld und so.” Er betonte: “So eine Gelegenheit bekommt wirklich nicht jeder.”

Der Musiker hat einen ziemlich überraschenden Musikgeschmack. “Also ich höre gerne Modern Talking, DJ Bobo und Milli Vanilli. Aber ich mag auch Schlagermusik sehr gerne. Zum Beispiel die Flippers. Ich mag überhaupt die deutsche Musik, weil ich finde, dass sie auch oft melancholisch ist und außerdem verbessere ich damit mein Deutsch.”

Der Ecuadorianer ist übrigens mit einer polnischen Frau verheiratet, die er vor sieben Jahren in Weimar kennenlernte. “Man kann sagen, es war Liebe auf den ersten Blick.” Kinder haben die beiden noch nicht. “Ich wünsche mir aber schon einen kleinen Leo”, lachte er.

Was er mit den 100.000 Euro Siegerprämie machen will, weiß Leonoch nicht so genau. “Also ich werde natürlich auf jeden Fall meine Familie unterstützen, aber sonst habe ich noch nicht vorausgeplant. Ich werde jetzt nicht mit einem mal das ganze Geld ausgeben. Ich werde mir wahrscheinlich erst in ein paar Monaten davon was nehmen, aber ich weiß noch nicht genau wofür.”

So einige Frauen werden für den sympathischen Panflöten-Spieler nicht nur wegen seines wunderschönen musikalischen Talents angerufen haben, sondern vielleicht auch wegen seinen langen Haaren und seiner gut durchtrainierten Figur. Dabei macht der exotische Ecuadorianer gar nicht so viel Sport. “Ich spiele einmal die Woche Fußball und gehe ab und zu Joggen im Park.”

Leo Rojas, der bis jetzt nur ein Touristenvisum hat, hofft, dass er bis zum 6. Januar endlich seine deutsche Aufenthaltsgenehmigung bekommt.

Wir hoffen es auch, damit wir noch lange von dem talentierten Musiker hören können.

Foto: RTL/Stefan Gregorowius, wenn.com (1), SonyMusic/Thomas Fähnrich