Freitag, 30. Dezember 2011, 18:40 Uhr

Mark Ronson verdankt seine Karriere Amy Winehouse

London. Mark Ronson verdankt Amy Winehouse seine Rolle im Musikgeschäft. Der Produzent hat mit der im Juli verstorbenen Sängerin für ihr Erfolgsalbum ‘Back to Black’ zusammengearbeitet und versichert nun, weder die bedeutende Musikerin noch ihren Einfluss auf seine Karriere jemals vergessen zu können.

“Als ich Amy traf, hatte ich seit zwölf Jahren Musik produziert und mich so angestrengt, Hits zu machen, aber ohne Erfolg”, erinnert sich Ronson im Interview mit der Zeitschrift ‘The Observer’. “Der Moment, in dem ich mir dachte ‘Ich werde es niemals schaffen. Ich könnte ebenso gut einfach Musik machen, die mir gefällt’ war der Moment, in dem ich Amy traf. Wir haben einfach gemacht, was wir wollten, anstatt uns darum zu kümmern, was zu der Zeit im Radio lief.”

So etwas wie Winehouses Musik begegne einem nur “einmal im Leben, wenn überhaupt”, weiß Ronson. Die im Alter von 27 Jahren verstorbenen Britin sei daher eine der wenigen Künstler, die eine sehr bedeutende Platte gemacht haben. “Ich hatte einfach Glück, das miterleben zu dürfen”, erklärt der 36-Jährige. Seine Arbeit an ‘Back to Black’ bescherte Ronson seinen ersten Grammy-Award. Obwohl der große Erfolg keinen direkten Einfluss auf sein Leben hatte, habe er seine Sicht auf sich selbst und das Musikgeschäft verändert.

“Zu gewinnen und erfolgreich zu sein, hat mein Leben nicht verändert, aber es hat mir viel über mich selbst und das Wesen dieses Geschäfts beigebracht”, gesteht der Musiker. “Dabei war die wichtigste Erkenntnis, nur an Zeug zu arbeiten, an das ich glaube, ohne Rücksicht darauf, was irgendjemand anderes denkt.” (Bang)

Foto: Bryony Shearmur, John Marshall/jmenternational