Mittwoch, 04. Januar 2012, 18:02 Uhr

Daniel Craig: "Wahre Helden werden nicht in Filmen dargestellt"

Hamburg. Im Remake des Thrillers “Verblendung” (deutscher Kinostart: 12. Januar) spielt James-Bond-Darsteller Daniel Craig den schwedischen Journalisten Mikael Blomkvist. Heute Abend findet im Beisein von Co-Star Rooney Mara und Regisseur David Fincher die Premiere in Madrid statt.

Heute Nachmittag war ein kurzer Fototermin für die spanische Presse (siehe Foto).

“Ich mag Blomkvist, er fühlt sich echt an, redet keinen Scheiß. Sein Ego steht ihm manchmal im Weg”, sagt Craig im Gespräch mit der Programmzeitschrift ‘TV Movie.

Als Held würde er jedoch weder Bond noch Blomkvist bezeichnen. “Wahre Helden werden nicht in Filmen dargestellt”, sagt der Hollywoodstar und fügt voller Pathos hinzu: “Das sind Männer, die für ihre Familien sorgen und anderen Menschen helfen, ohne etwas dafür im Gegenzug zu verlangen.”

Obwohl Daniel Craig die Rolle des Journalisten gerne übernahm, wäre der Beruf nichts für ihn. “Dafür bin ich nicht neugierig genug. Ich hätte keine Lust zum Schnüffeln und Geheimnisse zu lüften”, sagt der 43-Jährige.
Nur Fotojournalismus würde ihn interessieren. Die Einladung eines Kumpels, ihn in ein Kriegsgebiet zu begleiten, habe er dennoch abgelehnt. “Die Idee klang toll, aber ich zog den Schwanz ein. Für so etwas bin ich einfach nicht mutig genug.”

Craig habe sowieso nie einen anderen Beruf als die Schauspielerei erwogen. “Das einzige Versprechen, das ich mir machte, war: Übe diesen Beruf nur aus, wenn du auch erfolgreich bist.” Das ist ihm gelungen. “Seit Bond bekomme ich mehr Angebote, werde besser behandelt und besser bezahlt”, serklärte er. E

Daniel Craig genieße es sehr, mit den Größten in Hollywood zusammenarbeiten zu können. “Ich versuche, das Beste aus dieser Zeit zu machen, weil ich weiß, dass sie begrenzt ist.” (ots)

Foto: wenn.com