Donnerstag, 05. Januar 2012, 23:06 Uhr

Daniel Craig und Rooney Mara bei Berliner Premiere von "Verblendung"

Berlin. Nasskaltes Scheißwetter, aber tobende Fans empfingen die Stars bei der Deutschland-Premiere von ‘Verblendung’ heute Abend in Berlin. Die spindeldürre und blasse Rooney Mara (26), Daniel Craig (43) und Regisseur David Fincher machten auf ihrer Europa-Promnotiontournee Station im Sony-Center in Berlin, bevor sie heute Nachmittag der Berliner Presse Rede und Antwort standen.

David Fincher sagte über sein Remake des Schweden-Bestsellers: “Am meisten interessierten wir uns für diese beiden Figuren, Blomkvist und Salander. Sie haben diese Bücher international zu einem Phänomen gemacht, dem man sich nicht entziehen kann. Da steckte viel Saft drin, jede Menge Reibung, eine Unmenge an dramatischen Möglichkeiten.“

Daniel Craig fand die Zusammenarbeit mit David Fincher aufregend – trotz aller Herausforderungen. Schließlich hatte er sehr lange davon geräumt: “David ist bekannt dafür, jede Einstellung sehr oft wiederholen zu lassen, und bei uns war das sicherlich nicht anders, aber mir hat das nichts ausgemacht“, erklärte er.

Lange vor dem Beginn der Dreharbeiten stand eine erschöpfende Suche nach der richtigen Schauspielerin für die Rolle der Lisbeth Salander. Zur zunächst relativ großen Gruppe von Darstellerinnen gehörte von Anfang an Mara, die eine kleine, aber denkwürdige Rolle in Finchers ‘The Social Network’ (2010) als Mark Zuckerbergs Freundin Erica Albright gehabt hatte.

Fincher unterzog sie einer scheinbar endlosen Reihe von Castingterminen, in denen sie unter Beweis stellen musste, dass sie für die Rolle bereit war. Darin verlangte der Starregisseur alle möglichen Dinge von ihr, vom Rezitieren schwedischer Poesie hin zum Posieren vor Motorrädern.

“Was mich während des Vorsprechprozesses so für sie einnahm, war genau das, was mir auch an Lisbeth gefällt: Sie gibt nicht auf. Ich wollte so eine Person, die so unzähmbar und unbezwinglich ist“, sagt Fincher. “Am Ende des Besetzungsprozesses wusste ich, dass sie jemand ist, für den man die Hand ins Feuer legt.“

Fotos: wenn.com (1), Sony Pictures