Donnerstag, 12. Januar 2012, 11:57 Uhr

Unschlagbar charakterlos: Bully Herbig als karrieregeiler Max Zettl

Berlin. Regisseur Helmut Dietl (67) mischt in seiner neuen Komödie ‘Zettl’ mit Michael Bully Herbig als Max Zettl und Karoline Herfurth als Verena die Hauptstadt auf. Unterstützt werden sie dabei von Senta Berger als Mona Mödlinger und Dieter Hildebrandt als Fotograf Herbie Fried, die in der neuen Kinokomödie ihre unvergessenen „Kir Royal“-Figuren verkörpern.

Ein wahrhaft bemerkenswertes Ensemble ergänzt das Team: Ulrich Tukur, Dagmar Manzel, Harald Schmidt, Sunnyi Melles, Hanns Zischler, Gert Voss, Christoph Süß sowie Gaststar Götz George als Bundeskanzler.

Helmut Dietls neuer Film wurde nicht nur größtenteils in Berlin gedreht, auch das Drehbuch entstand in Zusammenarbeit mit Benjamin von Stuckrad-Barre dort.

Im Interview mit dem Magazin ‘GQ’ räumt Dietl ein, dass Max Zettl in gewisser Weise sein Alter Ego sei: „Er ist eine dieser vielen Figuren, die sich unglücklicherweise in mir vereinen. Ich war froh, dass mir der Stucki geholfen hat, Figuren, Sprache, Handlung, das alles aus mir herauszubringen. Sonst hätte ich das vielleicht gar nicht gekonnt“, schätzt Dietl das Talent des 30 Jahre jüngeren Schriftstellers.

Auch Benjamin von Stuckrad-Barre hat großen Respekt vor der Arbeitsweise des Filmmeisters: „Größtmögliches Misstrauen gegenüber der eigenen Begeisterung, lieber nie fertig werden als irgendwas hinzuschludern, darin ist Helmut wirklich vorbildlich.“

Zufrieden mit „Zettl“ sei er dennoch nicht, sagt Dietl: „Ich bin nie mit dem, was ich mache, zufrieden. Wie käme ich dazu? Filmemachen bedeutet eine Reihe von Enttäuschungen. Es ist furchtbar. Am Ende weiß man oft nicht mehr, was man am Anfang wollte. Wenn ich es wüsste, würde ich mich gleich aufhängen.“

Und darum geht’s: Max Zettl (Michael Bully Herbig) will um jeden Preis in Berlin Karriere machen. Glückliche Umstände helfen ihm dabei – vor allem, weil er sie selbst herbeiführt. Denn er weiß, was man wissen muss und – viel wichtiger – was niemand wissen darf.

Mit Charme und ohne Skrupel steigt er vom Chauffeur zum Chefredakteur einer neuen Online-Publikation auf: Mit Paparazzo-Urgestein Herbie Fried (Dieter Hildebrandt), immer schussbereit an seiner Seite, nimmt Zettl die Reichen und Mächtigen, die Schönen und Schamlosen, die Halbprominenten und Volltrottel der Berliner Republik ins Visier.

Deutscher Kinostart ist der 2. Februar.

Fotos: Warner Bros.