Mittwoch, 18. Januar 2012, 10:40 Uhr

Thomas Gottschalk macht's auch für weniger als vier Millionen Euro

Hamburg. TV-Ikone Thomas Gottschalk bestreitet, dass er wie verschiedentlich kolportiert wurde, sechs Millionen Euro im Jahr für die neue ARD Show ‘Gottschalk Live’ erhalten würde. “Ich hätte es auch für vier gemacht, aber leider hat man die mir nicht angeboten, also mach ich’s für weniger”, sagt er jetzt in dem stern-Interview.

Nachdem Gottschalk die Moderation von “Wetten, dass..?” abgegeben hat, wird er am kommenden Montag seine neue Talkshow in der ARD starten. Wie er aktuelle Themen wie die Präsidentenaffäre aufzubereiten gedenkt, erklärt er folgendermaßen: “Ich bringe Stimmung in die Angelegenheit. Ich bin kein Journalist und kein Moralist.” Er sei “von Beruf Gesichtsvermieter”. Zum Bundespräsidenten hat der 61-Jährige eine klare Meinung: “Wulff ist ein bisschen langweilig, aber nett. Sein Vorgänger war nur langweilig. Wir waren also schon einen Schritt weiter.”

Für Thomas Gottschalk ist die Affäre um den Bundespräsident Christian Wulff nur “ein großer Klamauk”. Man könne sich darüber “nur noch lustig machen oder aufregen”, sagt der TV-Entertainer im großen Interview in der neuen, am Donnerstag erscheinenden Ausgabe des stern. Für das Aufregen sei er mit seiner neuen Show aber nicht zuständig. “Ich habe mich in der Rolle des Hofnarren immer sehr wohl gefühlt. Und der ist nah bei den Herrschenden. Den inzwischen berühmten Egon Geerkens kannte ich schon, da war der Herr Wulff ein Knabe. Ich habe für ihn damals den Nikolausball in Osnabrück moderiert. Und was auf dem Anrufbeantworter drauf war, weiß ich auch ziemlich genau. Soll heißen: Ich bin gut vernetzt.”

Zu der bisher offenbar schwierigen Nachfolgersuche für ‘Wetten, dass…?’: “Es war sicher nicht die beste Idee, ihn (Kerkeling) als Wunschkandidaten zu bezeichnen, bevor man seine Unterschrift hatte. Jetzt sieht alles andere wie die zweitbeste Lösung aus.” (ots)

Foto: ARD/Frank Zauritz