Donnerstag, 26. Januar 2012, 13:12 Uhr

Paul McCartney komponiert für ein Computerspiel

London. Paul McCartney steuert einen Song zu einem PC-Spiel bei. Das ehemalige Mitglied der Beatles begeht mit der Zusammenarbeit mit einem Spiele-Hersteller neue Wege und verrät im Interview mit der ‘ZEIT’, warum er die neue Herausforderung annahm: “Ich wurde gefragt, ob ich mir so was vorstellen könne, und fand es spannend. Außerdem ist das ein faszinierender Markt. Ein neues Computerspiel verkauft sich heutzutage ja viel besser als eine neue CD.”

Der Sänger sieht in der Zusammenarbeit zudem die Möglichkeit, auch eine jüngere Generation von seinen Songs zu begeaistern. “Man erreicht eine ganz andere Zielgruppe. Wahrscheinlich werden auf diese Weise viele junge Menschen zum ersten Mal meine Musik bei einem Videospiel hören.” Trotzdem, so beteuert McCartney, sei die Arbeit an der Musik “tatsächlich Arbeit” und kein Zuckerschlecken.

Die Songs für sein neues Album, das den Titel ‘Kisses On The Bottom’ trägt und am 3. Februar erscheint, flogen dem Musiker indes mitunter nur so zu. “Nehmen Sie ‘Valentine’ vom neuen Album, das habe ich sozusagen nebenher im Urlaub geschrieben, genauer gesagt in der Lobby meines Hotels. Da stand im Foyer ein einsames Klavier (…) Ich setzte mich an das Klavier und fing an, draufloszuspielen. Ich hatte die Melodie und den Großteil des Textes in ungefähr einer halben Stunde beisammen.”

Über seinen ehemaligen Kollegen John Lennon, der im Dezember 1980 in New York erschossen wurde, verrät der 69-Jährige zudem: “John hatte immer dieses Image, ein harter Kerl zu sein, ein Rocker, den man kaum mit sentimentalen Jazz-Oldies in Verbindung bringt, aber das ist eben ein Irrtum. Viele Menschen ahnen nicht, dass John Lennon sanfte Songs sehr liebte.” (Bang)

Foto: wenn.com