Montag, 30. Januar 2012, 19:12 Uhr

Kraftklub: Debütalbum landet auf Platz 1 der Charts

Berlin. Eine einstmals getrennte Nation ist endlich zusammengewachsen! Deutschland einig Vaterland kauften sich das Erstlingswerk von Kraftklub, den Söhne Chemnitz’ (aka Karl-Marx-Stadt). Und prompt stehen die in dieser Woche mit ihrem Debut-Album „Mit K“ auf Platz Eins in die deutschen Albumcharts.


Bereits ohne eine Albumveröffentlichung gab es schon einige Highlights in der jungen Bandkarriere von Kraftklub. 2010 haben sie den „New Music Award“gewonnen, sie supporteten die Beatsteaks, Fettes Brot und Casper und wurden halbnackt 2011 Fünfte beim Bundesvision Song Contest.

Letzten Sommer haben die Sachsen 32 umjubelte Festivalshows gespielt, darunter u.a. bei Rock am Ring, dem Juicy Beats und dem Splash, waren im letzten Jahr für die 1Live Krone als „bester Plan B Act“ nominiertabsoliverten eine nahezu komplett ausverkaufte eigene Headliner-Tour im Herbst und Winter.

Nichts war ihnen dabei heilig, nicht einmal Weihnachten. Und irgendwie haben die fünf Sachsen es in diesem Wahn auch noch geschafft, ihr erstes Album fertigzumachen, das – hoch gelobt landauf landab – nun den Charts-Olymp erklimmt.

„Mit K“ vereint alles, was Kraftklub so anders und so aufregend macht: sie mischen zwei sich selbst zu Tode langweilende zeitgenössische Musikstile – IndieRock und DeutschRap – zu einem neuen, aufregenden Genre, das jedoch bitte nicht mit Crossover oder ähnlichen Ärgernissen zu verwechseln ist. Textlich stellen Kraftklub so etwas wie das Sprachrohr einer ganzen Generation dar.

Denn nicht nur der Osten Deutschlands, das ganze Land ist voll von Verlierern, die Sinnsuche, Mittellosigkeit und hedonistische Entgleisung in Lebensentwürfe übersetzen. Diese Band zeichnet Generationenportraits zwischen historischer Dekontextualisierung und Analfixierung, zwischen Über-Ironisierung und schonungslosem Realismus. Und sprechen damit allen Zuspätgeborenen und Zujunggebliebenen aus den müden Herzen.

Fotos: Tim Kloecker, Philip Weiser