Die Trackshittaz wollen für Österreich zum Eurovision Song Contest

Donnerstag, 2. Februar 2012, 13:40 Uhr


Wien/Berlin. Die erste österreichische Hip-Hop-Formation ‚Trackshittaz‚, die einen Nummer-1- Hit landen konnte…“, das weiß Wikipedia. „…des Lial ist voi geil, ihr seidz geil…“, das wissen die Fans! Das obige Lob gilt zwei jungen Herren, die in Österreich den Ton angeben.

Die Deutschen – nicht nur südlich der Donau – lieben ja Falco oder einen Hubert von Goisern. „Oida Taunz“ ist der erste Gastbesuch
von Trackshittaz hierzulande, gefolgt vom eesten Album, das seit Januar zu haben ist. Trackshittaz, das sind Lukas Plöchl (22, G-Neila) und Manuel Hoffelner (20, Manix). Lukas‘ Vater stammt aus China und ist Trainer der österreichischen Tischtennis-Damen-Nationalmannschaft.

Und nun greifen die beiden Derwische nach der Krone des Eurovision Song Contest. Grund genug für klatsch-tratsch.de, mit Lucas und Manxi zu plaudern.

Was versteht man unter Trackshittaz?
Der Name Trackshittaz is das Resultat unserer Gründungsphase. Wir wollten bei einem Bandcontest mitmachen, hatten aber leider noch keinen gemeinsamen Song, und waren damit eigentlich keine Band. Mindestsonganzahl um mitmachen zu können: 6 Songs. Zeit bis zum Bandcontest: 8 Tage. Also haben wir in 8 Tagen 6 Tracks rausgesch… Trackshittaz heißt abschalten, Spaß haben, Party!

Ihr habt in eurer Heimat Österreich innerhalb von zwei Jahren bereits drei Alben veröffentlicht. Das dritte ‚Traktorgängstarap‘ erscheint jetzt auch in Deutschland. Was müssen Eure künftigen deutschen Fans von Euch wissen?
…. Also eigentlich sogar innerhalb eines Jahres! Wir sind richtige Arbeitstiere, und wir geben nicht so schnell auf. Unser Ziel ist den österreichischen „Schmäh“ auch nach Deutschland zu bringen!

Ihr bezeichnet Euren Stil als Traktorgangsta-Partyrap. Was muß man darunter verstehen?
Grundsätzlich mögen wir es nicht, in Genres gedrängt zu werden, weil ein Genre dir immer vorschreibt, was cool ist und was nicht. Wir wollen das für uns selbst entscheiden, daher haben wir unser eigenes Genre entwickelt, wo alles erlaubt ist! Vielleicht kommt sogar mal eine Ballade…

Lukas, du bist als YouTube-Phänomen eingestiegen, habt als Trackshittaz eine Polka-Persiflage auf den weltweiten Clubhit ‚Alors on danse‘ des belgischen Rappers Stromae gemacht. Wie ging es danach weiter?
Ich glaube fest daran, dass wenn man viel für etwas arbeitet und daran glaubt, es einen Punkt gibt, an dem eine vorteilhafte Verkettung von Ereignissen passiert. Und so geschah es bei uns. Ich kam bei der Castingshow „Helden für Morgen“ in die Liveshows – und dann Runde für Runde weiter bis zum 2. Platz, und währenddessen baute sich unser Hype im Internet um „Alloa bam Fraunz“ aus. Das hat eine positive Wechselwirkung ergeben. Nach der Castingshow kam direkt die Songcontestvorausscheidung, wo ich/wir erneut 2ter wurden. Mittlerweile haben wir ein Platinalbum, ein Goldalbum und zwei Nr.1 Singles. Da sind wir schon ein bisschen stolz drauf.


Wie hast du Manix kennengelernt?
Ich kenne Manix schon von klein auf vom Fußballspielen, wir spielten im selben Verein. Wir haben schon damals, wenn wir miteinander zu tun gehabt haben, gemerkt, dass wir den selben Humor haben. Irgendwann hat er dann rausgefunden, dass ich schon seit einiger Zeit ein kleines Heimstudio hab, und dort an meiner Musik tüftel, und fragte mich, ob er nicht mal vorbeikommen könnte, weil er auch rappen will.

Lukas, wenn du Ende 2010 nicht an der Castingshow ‚Helden von morgen‘ teilgenommen hättest, wärst du dann in der Versenkung verschwunden?
Nein, weil das nur eine Chance von vielen war, und ich das auch als solche angesehen habe. Ich glaube es ist wichtig, dass man breitgefächert denkt und immer mehrere Wege sieht. Wenn man sich nur an eine Möglichkeit klammert, ist das Risiko zu scheitern groß.

Deutschland ist langfristig ein schwieriges Pflaster für junge Künstler aus Österreich. Was wollt Ihr anders machen?
Wir wollen mit dem was wir sind und was wir machen in Deutschland Fuß fassen und uns nicht verformen lassen. Viele Künstler denken, dass wenn sie in Deutschland erfolgreich sein wollen, sich genau an den deutschen Markt anzupassen müssen und vergessen dabei die Wurzeln warum ihre Musik was besonderes ist.

Im Herbst 2010 wurden die Trackshittaz für die österreichische Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest 2011 nominiert und erreichten mit dem Song ‚Oida Taunz!‘ den zweiten Platz. Jetzt seid Ihr wieder angetreten. Am 24. Februar wird in der ORFeins-Show „Österreich rockt den Song Contest“ entschieden, ob Ihr es mit Eurem Dorfdiscokracher „Woki mit deinem Popo“ von zehn Finalisten packt, Eure Heimat in Baku zu verteten. Wie seht Ihr Eure Chancen?
Wir erhoffen uns natürlich große Chancen, da unser Song mit der oberösterreichischen bodenständigen Mundart gesungen/gerappt wird. Da „Woki mit deim Popo“ gute Laune verbreitet und in Baku auffallen würde wäre es natürlich großartig Österreich beim ESC zu vertreten.

Was müssen Eure weiblichen Fans dringend von Euch wissen?
Dass sie das, was sie von uns wissen wollen am besten selbst rausfinden. Entweder auf Facebook oder auf einem unserer Auftritte.

Wie kam es zur Zusammenarbeit mit Reinhard Fendrich in ‚Wien bei Nacht?‘ auf Eurem neuen Album?
Wir hatten uns Gedanken darüber gemacht wen wir als Featuring-Gast gerne haben möchten, und da ist uns gleich die Idee mit Reinhard Fendrich gekommen. Kontakt hat sich entwickelt über die Castingshow „Helden von morgen“ weil Reinhard ja Coach von Lukas war. Dann wurde eben am Demo zu „Wien bei Nacht“ gebastelt und Reinhard war sofort begeistert vom Arrangement des Songs.

Geht Ihr in Deutschland auf Tour?
Wir planen natürlich auch auftrittsmäßig in Deutschland auch präsent zu sein, ob es für eine Tour reicht steht noch in den Sternen.

Fotos: SonyMusic, ORF



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