Freitag, 03. Februar 2012, 14:12 Uhr

Leo DiCaprio: "Bin immer auf der Suche nach 'ner Story, die elektrisiert"

München. Gerade hat Leonardo DiCaprio wieder eine meisterhafte Verwandlung hingelegt. Im Film „J. Edgar“ spielt er unter der Regie von Clint Eastwood die Hauptrolle in der biografischen Geschichte des legendären, mächtigen, aber ebenso undurchschaubaren FBI-Gründers J. Edgar Hoover.

Und obwohl er es nicht geschafft hat, damit in die Riege der Oscar-Nominierten aufgenommen zu werden, ist er stolz auf das Werk. Dem Wirbel rund um Auszeichnungen und Ehrungen steht er gelassen gegenüber.

Dazu sagte er im Gespräch mit dem Magazin ‘Jolie’: „Ich persönlich habe mir längst abgewöhnt, mich mit bestimmten Erwartungen zu belasten“, sagt der 37-Jährige. „Ich habe gelernt, dass man absolut nichts planen oder vorhersehen kann. Die Dinge gehen ihren Gang, und ich kann nicht mehr tun, als meinen Filmen die Daumen zu drücken.“

Eine weise Entscheidung, zumal Leonardo DiCaprio weiß, dass er Erfolg und Misserfolg nur zu einem geringen Teil selbst beeinflussen kann. Er konzentriert sich daher ausschließlich darauf, diesen Part bestmöglich zu gestalten – und geht dabei auch gerne mal bis an seine Grenzen.

„Ich kann einfach ein wenig fanatisch werden, wenn es um Filme geht. Dann wühle ich mich durch Drehbücher, immer auf der Suche nach der einen Story, die mich beim Lesen sofort elektrisiert. Manchmal kann das sehr lange dauern – und ich werde dabei sogar leicht obsessiv“, gibt er zu.

Vielleicht will er sich damit auch unbewusst selbst beweisen, dass er den Erfolg von „Titanic“ wiederholen kann. Auch wenn der ihn damals kalt erwischt hat, wie er offenbart: „Meine privaten Erinnerungen an dieser Zeit unterscheiden sich von denen der vielen Fans, deren Liebe für den Film uns alle natürlich stolz macht. Aber als ich damals mit Kate bis zum Hals im Wasser stand, wusste ich ja nicht, dass Titanic die Chance meines Lebens ist.“

Foto: wenn.com