Dienstag, 07. Februar 2012, 21:23 Uhr

"Titanic": Paul Hille hat schon 18 Minuten in 3D gesehen

Berlin. 2012, das Jahr der Untergänge. Doch bevor wir es mit dem Weltuntergang zu tun bekommen, zu dem ich mir schon eine Platzkarte gekauft habe, um auch ja nichts zu verpassen, werden wir noch einmal die Titanic untergehen sehen.

Ab 5. April kommt die 3D-Version in die deutschen Kinos.

Paul Hille war wieder im Kino und hatte ein Vergnügen der besonderen Art: achtzehn Minuten “Titanic”. Aber nicht irgendwelche achtzehn Minuten, nein, sondern alle achtzehn in 3D.

Allen, ob groß oder klein, ist “Titanic” ein Begriff, und dass nicht erst seit dem uns Kate und Leonardo im gleichnamigen Streifen die Geschichte um diesen Ozeangiganten einmal mehr näher brachten. Mag man ihn finden, wie man will, so unabänderlich ist einem das Bedürfnis noch einmal Danke zu sagen. Danke für diesen Film.

Mittlerweile sind fünfzehn Jahre seit dem vergangen und ich kann Ihnen verraten, – wer hätte dies auch gedacht – der Film hat nichts an seinem Charme verloren.?Im Gegenteil! Wer den Blockbuster sowieso mochte, der wird hier ganz und gar auf seine Kosten kommen. Der 3D-Effekt unterstützt nahezu alle emotionalen Eindrücke, wie auch Ahnungen von der klirrenden Kälte des Wassers, der beklemmenden Enge der Flure und der unglaublichen Größe des Schiffes. Mit fettem Stift unterstreicht diese Variante alles, was ohnehin schon bis unter die Haut dringen konnte.

In der berühmten “Bugszene” gibt die Kamera auch den Blick in die Tiefe frei und tatsächlich fühlt es sich an, als stünde man selbst vor einem Abgrund. Man merkt es an diesem gewissen Ziehen in der Magengegend. Natürlich – man muss gewillt sein sich darauf einzulassen und der Illusion gestatten, in einem auch Platz nehmen zu dürfen.

Vor einhundert Jahren sank der Stahlkutter und hat bis heute nichts an seiner Faszination verloren.

Zelebrieren Sie mal wieder Kino, gehen Sie anschließend schön Essen, feiern Sie einfach nichts, als einen schönen Tag mit sich selbst darin.

Ein Tipp: Wenn Sie auch einer jener Kinogänger sind, die möglichst weit hinten sitzen, um die beste Sicht zu haben, so rücken Sie bei “Titanic 3D” etwas mehr nach vorn, dichter ans Geschehen heran. Ich schwöre Ihnen, Sie werden nass.

Egal, was die anderen sagen, wir würden uns sicher mögen. Ihr Paul Hille

Fotos: Fox, Konrad Wolff