Mittwoch, 08. Februar 2012, 19:15 Uhr

Meryl Streep jammert: Filme werden noch immer für Männer gemacht

Hamburg. Meryl Streep (62), gerade wieder für den 16. Oscar nominiert – zieht ordentlich gegen das Mainstream-Kino zu Felde. “Filme werden weiterhin in erster Linie für das männliche Publikum gemacht”, klagt die zweifache Oscar-Gewinnerin im Interview mit dem Frauenmagazin ‘Für Sie’.

Dass sie mit über 60 noch Hauptrollen in Hollywood bekomme, könne sie deshalb “selbst kaum glauben”, erklärte Meryl Streep. Dennoch registriert sie ein Umdenken im Filmgeschäft. “Es gibt viel mehr Frauen im Management, die über die Finanzierung von Filmen entscheiden. Es gibt mehr Autorinnen und Regisseurinnen. Heute ist die beste Zeit für Frauen.”

Wie sie als vierfache Mutter Familie und Karriere unter einen Hut bekommen habe, weiß Streep allerdings selbst nicht so genau. Dazu sagte sie: “Irgendwie hatte ich immer gewaltige Reserven. Wobei ich eigentlich recht faul bin. Aber wenn ich einen Job habe, dann reiße ich mich zusammen. Denn ich fürchte zu scheitern. Es ist erstaunlich, zu was einen pure Angst treiben kann.”

Zur Berlinale, die am Donnerstag startet, kommt Meryl Streep in die deutsche Hauptstadt und nimmt einen Goldenen Bären für ihr Lebenswerk entgegen. Zudem stellt sie ihr neues Werk ‘Die Eiserne Lady’ vor, der am 1. März in den deutschen Kinos startet.

Fotos: wenn.com, Concorde