Donnerstag, 09. Februar 2012, 10:56 Uhr

Matt Damon: "Es gibt ein Markt für die, die nicht wie Sexgranaten aussehen"

München. Trotz oscarreifer Actionrollen und Gagen in Millionenhöhe wirkt Hollywoodstar Matt Damon wie der nette Typ von nebenan. Ein Vorteil, wie der 41-Jährige glaubt: „Das ist meine Marktlücke: Ich spiele Typen, die nicht auffallen. Oder nicht auffallen wollen“, so Damon jetzt im Interview mit dem Männer-Stil-Magazin GQ Gentlemen’s Quarterly.

„Es existiert immer auch ein Markt für Schauspieler, die nicht wie Sexgranaten aussehen. Weder kann ich mit George Clooney darum konkurrieren, wer von uns besser aussieht in einem Smoking. Noch werde ich in einer Nacktszene je Ryan Gosling ausstechen. Ich bin Matt Damon, der Allerweltsmann. Ich weiß, wo ich hingehöre, und das ist die Grundlage für ein glückliches Leben“, resümiert er sein Erfolgsrezept.

Während viele seiner Kollegen das Star-Dasein in allen Facetten auskosten und dabei regelmäßig über die Strenge schlagen, gibt sich der Schauspieler bodenständig und selbstreflektiert: „Wenn du berühmt bist, wollen viele Menschen in deiner Nähe sein. Diese neuen Bekanntschaften kritisieren dich nie, keiner nimmt dich zur Seite und sagt: ‚Junge, du benimmst dich wie ein Arschloch.’ Die meisten Menschen sind froh, dass du überhaupt mit ihnen redest. Da besteht die Gefahr, dass du anfängst zu glauben, wirklich der absolute Hengst zu sein“, so Damon.

Der vierfache Vater und Ehemann betont in der Öffentlichkeit häufig die Normalität seines Familienlebens fernab vom Hollywood-Glamour und Partys. Gegenüber GQ resümiert Damon über seine Familie als Konstante in seinem Leben: „Wenn Sie meine fünf Frauen zu Hause kennen würden, verstünden Sie, warum ich solide lebe. Die sind wichtiger als alles andere. Ich habe einen Job, bei dem ich viel reisen muss. Manchmal bin ich monatelang von meiner Familie getrennt. Mein Alltag besteht also darin, meinen Job so gut wie möglich zu erledigen und trotzdem mit den Menschen, die ich liebe, so viel Zeit wie möglich zu verbringen.“ Auch in seiner Freizeit setzt der 41-Jährige deshalb klare Prioritäten: „Ab einem gewissen Alter gehört es sich für einen Mann nicht mehr, seine Zeit mit Biertrinken zu verschwenden.“

Foto: wenn.com