Freitag, 10. Februar 2012, 9:25 Uhr

Berlinale: Problemfilmer amüsiert mit Nackt-Protestchen

Berlin. Der lediglich nur Insidern bekannte Regisseur und Drehbuchautor, “Sex- und Problemfilmer” (Zitat ‘Berliner Zeitung’) Klaus Lemke (71), der seine Filme zumeist mit Laiendarstellern umsetzt, wollte gestern mit einem kleinen Nacktptotest die Berlinale stören und sorgte für Amüsement bei der Eröffnung der Filmfestspiele.

Grund war für die beleidigte Leberwurst, dass offenbar sein Film ‘Berlin für Helden’ nicht gezeigt werden durfte. Lemke bezeichnete das Festival als “Kindergarten auf Speed” und äußerte zudem seinen persönlichen Unmut gegen Berlinale Chef Dieter Kosslick: “Kosslick soll eine Kochshow machen.”

Gestern ließ Meister also einen seiner Darsteller halbnackt auftreten und hielt ein Pappschildchen hoch: “Kossliock raus, Helden rein”. Die nächsten Tage will sich Lemke an allen möglichen Gegenständen rund um den Roten Teppich am Potsdamer Platz anketten.

In der Berliner ‘TAZ’ wetterte Lemke vor allem gegen das subventionierte Kino: “Es ist genug Lebenszeit vergeudet worden mit deutschen Filmen. Es ist einfach nur noch tot. Ein Millionengrab. Die Leute drehen nur noch Filme, damit sie nicht mit ihren Frauen zu Hause sitzen müssen.” Nun wolle er aktiv dagegen demonstrieren: “Ich mach da die Hölle los! Ich sag dir, die Zeit ist reif. Die Leute haben die Fresse voll von diesem Obrigkeitskino. Occupy Berlin!”

Foto: Frank Altmann, wenn.com