Samstag, 11. Februar 2012, 19:20 Uhr

Bob Marley: Grandioser Dok-Film hat Sonntag Weltpremiere in Berlin

Berlin. Bob Marleys ungebrochene Berühmtheit ist alles andere als nur ein Phänomen der Popmusik. Auch über 30 Jahre nach seinem Tod im Mai 1981 sind viele seiner Songs auf der ganzen Welt berühmt und seine Musik ist immer wieder überall dort zu hören, wo sich politischer Protest formiert: so erst kürzlich im Mittleren Osten ebenso wie in Afrika oder bei den Occupy Wallstreet-Versammlungen und ihren weltweiten Ablegern.

Seine nach wie vor anwachsende Fan-Gemeinde (mehr als 35 Millionen Menschen „gefällt“ seine von der Marley-Familie gepflegte Facebook-Seite) ist Zeugnis einer musikalischen Botschaft, die damals wie heute die Menschen auf der ganzen Welt zu einen vermag.

Am 17. Mai kommt der 144 Minuten lange Dokumentar-Film in die deutschen Kinos. Morgen Abend hat der Film anläßlich der Berlinaler seine Weltpremiere im Friedrichstadt-Palast. Ein Trailer liegt zur Zeit noch nicht vor.

So sehr die Welt Bob Marley als eine unumstrittene Ikone des 20. Jahrhunderts in den vergangenen Jahrzehnten verehrte, so wurde bisher kein Film seiner Legende oder gar dem Menschen Bob Marley gerecht – trotz zahlreicher Versuche, seinem Mythos in Konzert-Filmen, Biographien, DVDs und unautorisierten Videos auf die Spur zu kommen.

‘Marley’ ist der erste Film über die Reggae-Ikone, der mit ausdrücklicher Unterstützung der Familie, allen voran seiner Witwe Rita Marley, seinem ältesten Sohn David „Ziggy“ Marley (Foto oben) sowie seiner Tochter Cedella, und vieler Wegbegleiter und Freunde Bob Marleys entstanden ist. Regisseur und Oscar-Preisträger Kevin Macdonald („Der letzte König von Schottland”, „Ein Tag im September”, „State Of Play – Stand der Dinge”) erhielt als erster Filmemacher Zugang zum Privatarchiv der Familie und konnte für seinen Film historisches Material nutzen, das noch nie öffentlich gezeigt wurde.

Fotos: Studiocanal