Freitag, 17. Februar 2012, 19:17 Uhr

"Wie ich ermordet wurde": Schock- Buch über ein unfassbares Martyrium

Reinbek. Es klingt schlimmer als ein Horrorfilm, doch es ist bittere Realität: Nicole Dill (42) wurde von ihrem ehemaligen Partner elf Stunden lang festgehalten vergewaltigt, gefoltert und dreimal aus nächster Nähe niedergeschossen. Sie berichtet, wie es zu dieser Tat kam, von der furchtbaren Nacht im Jahre 2007 selbst, dem Überleben und vom schwierigen Weg zurück in den Alltag.

Erst im Nachhinein erfährt sie die schreckliche Wahrheit: Ihr Partner ist ein verurteilter Mörder, der nach seiner vorzeitigen Haftentlassung zigmal auffällig geworden ist – und niemand warnte sie, obwohl Polizei und Psychologen Bescheid wussten.

Zunächst wollte sich Roland A. mit ihr zusammen umbringen und fährt in eine abgedichtete winzige Garage an seinem Wohnort. Zwei Stunden lang lässt er den Motor laufen, Ziel: Ersticken. „Als der Plan misslang, vergewaltigte er mich auf der heißen Motorenhaube“, erzählt Nicole der Zeitschrift ‘Emma‘. Anschließend schießt er die Frau mit einer Armbrust aus nächster Nähe nieder, reißt den Pfeil zweimal wieder aus den tiefen Wunden, spannt ihn ein und schießt erneut.

Die Geschosse verletzen Herz und Lunge schwer, der dritte Pfeil steckt vollständig in der Leber, als er sein gefesseltes und geknebeltes Opfer in den winzigen Kofferraum des Sportwagens wirft. Doch da ist die grauenhafte Odyssee noch nicht zu Ende: “Ich rechnete in jeder Sekunde damit, zu sterben: bei einem Aufprall zu verbrennen, im Wasser zu ertrinken.“

Die 42-Jährige wuchs in einer Familie mit zwei Brüdern auf. Nach einer Berufslehre in der Verkaufsbranche verbrachte sie über zwei Jahre im Südosten Chinas. 2007 wurde sie Opfer der grausamen Gewalttat, die sie nur knapp überlebte. Inzwischen lebt sie mit ihrem neuen Partner und ihrem Sohn glücklich in der Schweiz.

Das Buch Leben!: Wie ich ermordet wurdeist seit kurzem im Handel.

Fotos: Marcel Studer