Sonntag, 26. Februar 2012, 17:53 Uhr

DSDS: Wollte man Herrn Schöne einfach nur loswerden?

Köln. Wollte man den Herrn Schöne etwa loswerden? Der durchgeknallte Musical-Darsteller, der eigentlich Christian Schöne (34) heißt, flog in der gestrigen DSDS-Sendung raus und schaffte es nicht in die Mottoshows.

Aber war der Auftritt des sensiblen Blondschopfs wirklich so schlecht? Nun ja, die Outfit-Wahl war nicht unbedingt die beste und die Tonnen von Make-up, Lidschatten und Lippenstift in seinem Gesicht machten die ganze Sache nicht besser. Der 34-jährige stellte sich sowohl mit seiner Kleidung einer ganz besonderen Herausforderung, als auch mit der Auswahl seines Songs. Er sang “I Want To Break Free” von Queen.

Dass der Tanz-und Gesangslehrer eine gute Stimme hat, ist den meisten bekannt und auch bei diesem schwierigen Song bewies er eigentlich, dass er singen kann. Neben vereinzelten schiefen Tönen schlug er sich aber doch tapfer durch die schwere Nummer und präsentierte auch gleich noch eine einigermaßen gute Tanz-Perfomance.

Die Jury bewertete seine Leistung dann aber eher mit gemischten Gefühlen. Bruce Darnell sagte wahrscheinlich 15 Mal hintereinander das Wort Musical-Darsteller, da er einfach nichts anderes in ihm sehe. Natalie Horler fand den Auftritt nicht schlecht, brach aber auch nicht in Lobeshymnen aus. Dieter Bohlen lobte Herr Schöne für seinen Mut, mit diesem Outfit auf die Bühne zu gehen und die schwere Nummer zu performen.

Auf die Frage, wie er persönlich seinen Auftritt fand, antwortete der ausgeflippte Blondschopf nicht gleich, sondern wollte erst mal erklären, dass er großen Respekt vor der Jury habe. Moderator Marco Schreyl unterbrach ihn mehrmals, aber jedes Mal überging er die Frage, nach seiner persönlichen Einschätzung und plapperte munter über andere Dinge. Schreyl schien schon sehr genervt, ließ den DSDS-Kandidaten nicht aussprechen, bis der endlich antwortete, dass er mit seinem Auftritt zufrieden sei.

Heute erklärte Christian Schöne nun auf seiner Facebook-Seite, dass das ja wohl alles gar nicht seine Entscheidung war und er eine ganz andere Vorstellung von seinem wichtigen Auftritt hatte: “Weder Song noch Outfit waren meine Entscheidung! Ich wollte von Anfang an etwas modernes, poppiges singen. Meine Vorgabe von der Choreographin: Perfomance wie “Sweet Transvestite”…exzentrisch.” Weiter heißt es in seiner Erklärung: “Alle meine Bedenken äußerte ich von Anfang an…konnte damit aber nichts erreichen. Ich habe das Beste draus gemacht.”

Das bei DSDS längst nicht alles Entscheidung der Kandidaten ist, weiß man ja schon lange, aber dass man die Sänger dazu drängt, sich anders zu präsentieren, als sie es eigentlich wollen, ist dann schon wirklich eine Spur unfair.

Hinzu kommt, dass Marco Schreyl die falsche Endnummer für das Schöne-Voting angesagt hatte: “Und jetzt der Herr Schöne mit der Nummer 7.” Doch der hatte die Nummer Vier! Schöne sagte dazu zur Bild-Zeitung: “Das ist ein Unding. Wer kann jetzt sagen, wie viele Stimmen mir verloren gegangen sind. Es ist absolut unfair.”

RTL-Sprecherin Anke Eickmeyer sagte dazu: “Die Nummer war mehrmals richtig im TV eingeblendet, ein kleiner Versprecher ändert nichts am Ergebnis. Herr Schöne ist leider ausgeschieden.”

Fotos: RTL/Stefan Gregorowius. “Alle Infos zu “Deutschland sucht den Superstar” im Special bei RTL.de