Montag, 27. Februar 2012, 14:10 Uhr

Oscars 2012: Die Fashion-Katastrophen auf dem roten Teppich

Los Angeles. Diese Kleider gingen gar nicht! Bei der diesjährigen 84. Oscar-Verleihung gab es neben wunderschönen, eleganten und hinreißenden Kleidern auch so einige modische Fehltritte. Da wäre zum Beispiel das strahlend blaue, aber einfach viel zu enge Kleid von Schauspielerin Sherri Shepherd (44).

Das Dekollete enthüllte ein bisschen zu viel von ihrer Oberweite, aber das wäre ja noch nicht mal so schlimm gewesen,hätte nicht ihr schwarzer BH darunter hervorgeblitzt. Zu allem Übel wurde dieser kleine Fauxpas auch noch von einem komischen, dünnen Stück Stoff verdeckt. Die schwarzen Fingernägel waren dann auch noch einen Tick too much.

Gwyneth Paltrow (39) wirkte in ihrem langen, schmalen Kleid in Weiß, ohne jegliche Verzierungen und Details, wie eine künstliche, blasse Statue aus Gips. Will die Schauspielerin sich in Zukunft nur noch so hochgeschlossen und brav zeigen? Schade, denn eigentlich ist die Figur der jährigen auf jeden Fall sehenswert. Nächstes Mal wieder bitte ein bisschen mehr Haut, liebe Gwyneth!

Oscar-Gewinnerin Octavia Spencer (41) hätte sich schlicht und einfach einen anderen Kleider-Schnitt aussuchen können. Die Robe lief in der Mitte der Taille unvorteilhaft eng zusammen. Ausgeglichen wurde das aber dann durch die schöne, weich fließende Schleppe.

Sandra Bullock (47) begeisterte Zuschauer und Presse wieder mit sympathischer Art und einem breiten Lächeln. Will die hübsche Schauspielerin jetzt etwa irgendwas verhüllen? Um die Brust herum saß das schwarz-weiße Kleid jedenfalls viel zu locker. Die goldenen Stickereien sollten zwar die Taille gekonnt umhüllen, wirkten aber eher wie eine Folie, die irgendwie falsch draufgeklebt wurde. Das Kleid, dass oben rum überhaupt nicht saß, wurde dagegen ab dem schönen Po von Bullock enger und endete in einer langen Schleppe.

Oben locker, unten eng, passte in diesem Fall gar nicht und irgendwie sollte die so jung und frisch wirkende Sandra auch etwas moderneres tragen. Tut uns leid Sandra. Das gleiche Problem hatte übrigens auch die Gattin von Fürst Albert, Charlene Albert. Das Kleid sah aus wie ein weißer Vorhang und verhüllte viel zu viel. Aber vielleicht will man sich als royale Ehefrau auch nicht so offenherzig zeigen. Das kann man ja nachvollziehen.

Was trug die hübsche Sarah Hyland (21, Foto oben) denn da für eine potthässliche Farbe? Die junge Schauspielerin strahlte mit schönem Make-up und lockerer Frisur in die Kameras, hatte sich aber in eine trostlose, altbackene grau-lila Robe gehüllt, die einfach nicht zu ihrem jungen, süßen Aussehen passte. Mehr Farbe!

Cameron Diaz (39) wollte wohl unbedingt ihre Schauspielkollegin und Freundin Jennifer Lopez (42) nachmachen. Die Blondine hätte ihre Haare ein wenig eleganter frisieren können. Und warum musste sie sich unbedingt in eine Robe quetschen, die aussah, als würde die liebe Cameron darin gar keine Luft bekommen. Wer weißt, vielleicht hat sie ja für die Kameras die Luft angehalten. Auf die komische Kette, die aussah wie ein Extra aus irgendeiner Frauenzeitschrift, hätte sie locker verzichten können. Wenig später steckten Cameron und Jennifer dann ihre üppigen und betonten Popöchen in die Kamera. Da stellte sich nur die Frage: Warum eigentlich? Zu der wichtigen und glamourösen Veranstaltung passte dieses Benehmen jedenfalls nicht.

Too much war auch das Outfit von Melissa McCarthy (41). Die füllige Schauspielerin (ebenfalls für einen Oscar nominiert) hatte sich in ein grausames, rosé-farbenes Kleid gepresst. Der hässliche Soff des Kleides war aber nicht einfach nur rosé, sondern bestand aus verschiedenen Farbtönen. Die Robe sah aus, als hätte man eine Menge Stoffreste zu einem ganzen Kleid zusammengeschneidert. Das Ärmel waren weder kurz noch lang und bestanden aus einem gardinenähnlichen Stoff.

Direkt unter ihrer hochgeschnürten Brust, trug der “Gilmore Girls”-Star ein glitzerndes, völlig überflüssiges Taillen-Accessoire. Dieses gürtelähnliche Detail saß so knapp unter der Brust, dass der Oberkörper der Schauspielerin viel zu gedrungen und klein wirkte. Der Stoff über der Brust war zu allem übel auch noch völlig anders gestaltet. Alles in allem hatte man das Gefühl, dass die Schauspielerin ihre üppige Oberweite unbedingt betonen und in die Kamera schieben wollte.

Das Kleid fiel schwer und knitterig und ließ den Hollywood-Star noch voluminöser und fülliger wirken. Insgesamt sah Melissa McCarthy wie verpackter, riesiger Windbeutel aus.

Fotos: A.M.P.A.S., wenn.com (1)