Dienstag, 05. Juni 2012, 12:34 Uhr

Sylvester Stallone: "Ich habe düstere Zeiten erlebt"

Sylvester Stallone (65) ist Schauspieler, Regisseur, Drehbuchautor, Produzent – ein wahres Multitalent unter den Hollywood-Größen: Oscar-Nominee Sylvester Stallone. Der Durchbruch gelang dem heute 66-Jährigen Ende der 70er Jahre mit der Hauptrolle in dem hochemotionalen Boxerdrama “Rocky” und machte ihn beinahe über Nacht zum weltweiten Superstar und Filmhelden einer ganzen Generation.

VOX zeigt am 7. Juni in einer sogenannten Doppelprogrammierung um 20.15 Uhr den Kinohit “Rocky Balboa” und im Anschluss um 22.10 Uhr in einer Erstausstrahlung die Dokumentation “Vom Außenseiter zum Weltstar – Rockys wahre Geschichte”.

In der Doku kommen übrigens u.a. auch Stallones Bruder Frank (61, Foto unten), sowie Ralf Möller und Wladimir Klitschko zu Wort.

In einem Exklusivinterview gibt der Superstar hier einen Einblick in die Anfänge seiner unglaublichen Karriere, in schicksalshafte Kinderjahre voller Einsamkeit, er spricht über den Mythos “Rocky” und die Parallelen zu seinem eigenen Leben: “Ich habe düstere Zeiten erlebt und plötzlich war ich weltberühmt”, so Sylvester Stallone.

“Manche Leute können damit umgehen, manche nicht. Ich muss zugeben, dass es Leute gab, die mich negativ beeinflussten. Aber wenn einem über Jahre gesagt wird, du wirst nie jemand sein, und du beweist es dann allen, dann wirst du vielleicht automatisch arrogant.”

“Der Film ‘Rocky’ hat etwa zu 70 Prozent mit mir zu tun. Ich hatte eine harte Kindheit und habe als Kind immer versucht, da rauszukommen, meiner Einsamkeit zu entfliehen, aber das habe ich erst als Erwachsener geschafft. Wir hatten gar keine Erwartung, wir dachten, das wird ein kleiner Film, nichts weiter. Ich glaube, dass der Erfolg des Filmes darauf beruht, dass jeder den Traum hat, dass das Leben irgendwie gut läuft. Es geht um Optimismus. Ich war damals jedenfalls wirklich geschockt und überrascht. Wenn ich daran denke, dass auch heute noch sechs- oder achtjährige Kinder ‘Rocky’ begeistert sehen, jetzt schon ganze Generationen, bin ich wirklich verblüfft.”

Als Stallone ‘Rambo’ gemacht hatte, war dies der Beginn eines ganz neuen Genres: “Die ‘Ein-Mann-Armee’ wird erfunden oder Überaction kann man auch sagen. Allerdings alles ohne Spezial-Effekte. Ich habe das damals natürlich nicht bemerkt, dass das die Geburt von etwas völlig Neuem ist. Ich war ziemlich genervt von Leuten, die immer gesagt haben, diese blöden Action-Filme. Und jetzt bin ich sehr stolz. Ich glaube, diese Art von Film wird bald verschwinden und es ist toll, dass ich ein Teil davon sein konnte. Jeder will doch etwas hinterlassen und das ist meine Marke. Ich bin kein Shakespeare-Darsteller oder so was, ich habe einfach etwas gesucht, das ich machen wollte und das wollte ich gut machen.”