Freitag, 08. Juni 2012, 9:09 Uhr

Big-Brother-Millionär Sascha muß Privatinsolvenz anmelden

Sascha Sirtl (heute 34) gewann 2005 bei Big Brother eine Million Euro, nachdem er ein Jahr im TV-Container absolvierte. Nun ist er pleite. Schuld daran ist eine Entscheidung des Bundesfinanzhofes, vom Mittwoch (Aktenzeichen IX R 6/10).

Sirtls Beschwerde war nach dem Musterprozess von dessen zuständigem Finanzamt in Selb/Oberfranken abgewiesen worden, weil die Teilnahme an der Reality-Show als Arbeit gelte und somit eine ‘steuerpflichtige sonstige Leistung” vollbracht wurde.

In der Begründung heißt es: “Der Kläger schuldete – wie alle anderen Kandidaten auch – dem „Big Brother“-Veranstalter seine ständige Anwesenheit in dem Show-Haus; er musste sich während seines Aufenthalts ununterbrochen filmen und belauschen lassen und nach Auswahl an Wettbewerben mit anderen Kandidaten teilnehmen.“

Sirt (auf dem Foto links, mit seinem Zwillingsbruder Jörg 2004) mußte nach einem siebenjährigen Krieg mit den Finanzbehörden Privatinsolvenz anmelden.

Das Finanzamt in Selb will vom ehemaligen TV-Millionär nun rund 460.000 Euro rückwirkend ab 2005, berichtet die ‘Bild’-Zeitung, zuzüglich sechs Prozent Zinsen jährlich.

Er sagte dem Blatt: “Ich soll über 700?000 Euro berappen. Ich bin ruiniert. Nach dem Sieg habe ich meiner Mutter ein Haus für 300?000 Euro gebaut, einen BMW X 5 bar gekauft. Okay, ich habe eine Wohnung in Italien gemietet und, das war vielleicht blöd, Freunden Geld geliehen.”

Sirtl fügte hinzu: “Jetzt verliere ich alles: mein Haus, einfach alles. Und dann sind die Steuerschulden immer noch nicht bezahlt.“

Fotos: wenn.com, RTL II