Montag, 11. Juni 2012, 22:43 Uhr

"Ecstasy": Rasante Verfilmung einer tiefen Liebe mit chemischen Zusätzen

Irvine Welshs ‘Ecstasy’ ist die Verfilmung einer Geschichte des schottischen Schriftstellers Irvine Welsh, der seit fast 20 Jahren nicht nur zu den radikalsten und umstrittensten, sondern dank seines millionenfach verkauften Romans „Trainspotting“ und dessen legendärer Kultverfilmung auch zu den erfolgreichsten Autoren Großbritanniens gehört.

Am 16. August kommt der Film in die deutschen Kinos.

Der Videoclip-Experte Rob Heydon legt mit der in Schottland, Amsterdam und Kanada gedrehten Adaption sein Debüt als Kinoregisseur vor. Dafür verpflichtete er nicht nur den britischen Newcomer Adam Sinclair („Party Animals 2“) und die aus der Erfolgsserie „Smallville“ bekannte Kristin Kreuk, sondern auch den „Der Herr der Ringe“-Star Billy Boyd als DJ und e-Propheten Woodsy.

In Gastaufritten sind in ‘Ecstacy’ außerdem der legendäre Trance- und House-DJ John Digweed sowie Rush-Gitarrist Alex Lifeson zu sehen, während auf dem kraftvollen Soundtrack so große und unterschiedliche Namen wie Tiesto, Coldplay, Orbital, Primal Scream, Bonjay, The Mahones oder Hawksley Workman vertreten sind.

Regisseur Rob Heydon sagte dazu: “Ich habe mich dazu entschlossen, Irvine Welshs Ecstasy im Stil eines Doku- Dramas zu drehen, um die Geschichte so realistisch wie möglich zu gestalten. Das gesamte Geschehen sollte wirken, als würde es sich tatsächlich direkt vor den Augen der Zuschauer ereignen. Unser Ziel war es, dass das Publikum die Wirkung von Ecstasy wirklich sehen kann, deswegen habe ich auf die Cinema Vérité-Methoden der Nouvelle Vague (Begriff aus dem Dokumentarfilm: Direkte Interaktion zwischen Filmemacher und Gefilmtem) gesetzt: Handkamera, den Originalton vom Drehort, lange Einstellungen.”

“Die Zuschauer sollen möglichst dicht dran sein an den Erfahrungen der Protagonisten und sich anstecken lassen von diesem unwiderstehlichen Rausch. Sie sollen spüren, wie Ecstasy den Verstand von denjenigen verändert, die es nehmen. Und sie sollen teilhaben an der Energie und Elektrizität, die unsere Protagonisten verströmen, damit sie am Ende das Kino vom Leben berauscht verlassen.”

Und darum geht’s: Basierend auf Welshs gleichnamigem Buch erzählt ‘Ecstasy’ von den euphorischen Höhen und verheerenden Tiefen einer Liebe mit chemischen Zusätzen. Lloyd (ADAM SINCLAIR) ist süchtig. Süchtig nach hemmungslosen Clubnächten, nach gnadenlos treibenden Beats, nach den verführerischen Schönheiten der Nacht.

Und er ist süchtig nach all den Drogen, die er für den örtlichen Drogenboss (CARLO ROTA) schmuggelt, was ihm das sorgenlose Partyleben überhaupt erst ermöglicht. Doch dann lernt er die schöne Heather (KRISTIN KREUK) kennen, die nachts in den Clubs ihren Alltag vergessen will. Lloyd erlebt durch die Begegnung mit ihr den Rausch seines Lebens. Aber sind es echte Gefühle, die ihn da zur Ekstase bringen, oder sind doch die eingeworfenen Pillen schuld?

Je heftiger es ihn aus der Bahn wirft, desto mehr erkennt Lloyd, dass vermeintliche Glück seines bisherigen Lebens nicht viel mehr ist als ein synthetischer Schein. Doch er steht tief in Solos Schuld, und der Gangster stellt sich mit einem letzten Job dem Neubeginn von Lloyd und Heather in den Weg…

Zum Soundtrack: Der Herzschlag des Films ist der elektrisierende Soundtrack des Films mit seinen 51 unglaublichen Tracks. Von der Eröffnungsnummer von Craig bis zum letzten Song von Primal Scream folgt die Musik den euphorischen Höhen und chemisch induzierten Tiefpunkten von Lloyd, Woodsy und Heather.

Außer Craig und Primal Scream steuern folgende Künstler ihre Songs zum Film bei: Orbital, Andre Ethier, Tom Fun Orchestra, Automated Gardens, Hawksley Workman, Bonjay, DDA, Kahl Mohr, Paul Oakenfold, Yard of Ale, Sean Miller, Adam Nickey, Stephen Keating, Mahones feat. Dav Doyle, Meadowlark Lemon, Lost Tribe, Tiesto & Mark Knight feat. Dino, Lenni Jabour, Captan Marryat, Keram Malicky Sanches, Smiith, Bedrock und Coldplay. Im Film selbst ist außerdem auch der britische DJ John Digweed mit von der Partie, einer der erfolgreichsten DJs und Musikproduzenten im Bereich Trance- und Housemusik.

Zum Filmstart wurden zwei brandneue Songs auch als Single ausgekoppelt, nämlich „Beautiful World“ von Tiesto & Mark Knight sowie „Little Bit of Love“ von The Mahones.