Donnerstag, 21. Juni 2012, 20:10 Uhr

Amanda Mair: 18-jähriges Schweden-Stimmwunder will Germany erobern

Sie sieht aus wie eine jüngere Ausgabe von Vanessa Paradis, aber sie hat es faustdick hinter den Ohren. Wenn Amanda Mair eine Bühne betritt, umweht sie eine Aura majestätischer Pop-Eleganz. Alles, was sie dafür braucht, sind ein Klavier und ihre Stimme.

Während sich der Alltag der 18-jährigen Schülerin normalerweise um Hausaufgaben und Zu-spät-zur-Schule-Kommen dreht, braucht es auf der Bühne nur Sekundenbruchteile, um die unbeschwerte Teenagerin in eine selbstbewusste Künstlerin zu verwandeln.

Und genau diese charmante Widersprüchlichkeit ist es, die Amanda Mair, Tochter eines Österreichers und einer Finnin, ausmacht.

Und auch von Retro-seeligen Musik-Connaisseuren lässt sie sich nicht widerstandslos vereinnahmen: auf die häufig thematisierten Vergleiche mit Kate Bush oder Stevie Nicks entgegnet sie trocken: „Ich bevorzuge die Spice Girls“. Da passt es ins Bild, dass ihre Karriere mit einem blanken Zufall begann: eine private Aufnahme (Amanda hatte als Geschenk für ihre Großmutter einige Coversongs aufgenommen) gelangte in die Hände von Johan Angergård, Chef des legendären Indie-Labels Labrador (Club 8, The Radio Dept., Acid House Kings).

Dieser verliebte sich sofort in die Stimme der damals 14-jährigen und signte sie vom Fleck weg. Dass Amanda Mair bis zu diesem Zeitpunkt weder ein Demo verschickt hatte noch eine MySpace- oder Bandcamp-Seite besaß (geschweige denn einer Casting Show teilgenommen hatte!), lässt ihre Geschichte nur umso märchenhafter wirken.

Freuen wir uns auf Amanda Mair und ihr selbstbetiteltes Debütalbum, das in Deutschland am 31. August erscheint.