Donnerstag, 28. Juni 2012, 16:20 Uhr

"Rabbit Horror": Wenn ein niedlicher Plüschhase zum blanken Horror wird

Das Niedliche wird zum Grauen: Mit ‘Rabbit Horror 3D’ erforscht der japanische Kult-Regisseur Takashi Shimizu wie in seinem letzten Thriller ‘Shock Labyrinth 3D’ die Abgründe der menschlichen Psyche. Seine Symbole des Schreckens erreichen hier eine neue Dimension – allen voran ein nur vordergründig harmloser weißer Plüschhase…

Nach Sam Raimi, der den Meister des subtilen Horrors 2004 bei seinem Film ‘The Grude’ als Produzent unterstützte, übernimmt auch in ‘Rabbit Horror’ ein renommierter Künstler aus dem Westen eine Schlüsselposition: Die suggestive, elegant-verstörende Bilderwelt stammt von dem in Hong Kong lebenden, mehrfach ausgezeichneten Kameramann Christopher Doyle, der bereits mit vielen renommierten asiatischen Regisseuren, unter anderem Wong Kar Wai, kooperierte.

Der Streifen, der 2011 auf dem Filmfestival Venedig seine Premiere feierte, ist Doyles erste Arbeit in 3D. Für seine „Originalität und einzigartige Sicht der Kindheit durch die Augen eines Kindes“ wurde der Film außerdem auf dem Fantasy Filmfest Brüssel 2012 mit dem ‘Silbernen Raben’ ausgezeichnet.

Und darum geht’s: Das Mädchen Kiriko (Hikari Mitsushima) macht sich auf die Suche nach ihrem verschollenen kleinen Halbbruder Daigo (Takeru Shibuya). Er verschwand unter mysteriösen Umständen, welche die kleine Familie völlig verstörten. Daigo erschlägt wie in blinder Wut einen Hasen, schwänzt die Schule und zieht sich mehr und mehr zurück – sein ständiger Begleiter: ein weißer Plüschhase. Kirikos angsterfüllte Suche bringt sie in eine düstere Parallelwelt, in der sie das Geheimnis des Hasens lösen muss, um Daigo doch noch retten zu können.

‘Rabbit Horro’r kommt am 5. Juli in doie deutschen Kinos.

Fotos: Senator